Hülsenfrüchte
Erbsen, Bohnen, Linsen - die kleinen Kraftpakete

- Bunte Vielfalt an Hülsenfrüchten
(c) BLE, Bonn
Von jeher sind Hülsenfrüchte der Inbegriff der sogenannten Hausmannskost: Sie sind unkompliziert in der Zubereitung, schmecken und machen satt. Fast jede Region kennt ihre eigenen Rezepte, insbesondere Eintöpfe sind beliebt.
In einer vollwertigen Ernährung spielen die Leguminosen - so der Fachbegriff - eine besondere Rolle. Sie liefern wertvolles Eiweiß und für pflanzliche Lebensmittel relativ hohe Mengen an Eisen. Damit sind sie eine gute Ergänzung in einer vegetarischen oder fleischarmen Ernährung. Gemessen an der Empfehlung, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu verzehren, sind die verschiedenen Hülsenfruchtarten als Ballaststoff-Lieferanten geradezu ideal: In 100 Gramm Linsen stecken knapp 11 Gramm Ballaststoffe, in der gleichen Menge weiße Bohnen 17 Gramm, und 100 Gramm Kichererbsen enthalten sogar mehr als 21 Gramm.
Grob unterscheidet man zwischen Erbsen, Bohnen und Linsen, doch jede Art kennt zahlreiche Variationen. In den Bioregalen der Naturkostläden und mancher Supermärkte findet man neben den "Klassikern" viele schmackhafte, noch wenig bekannte Arten, zum Beispiel rote Linsen, Kichererbsen oder Azuki-, Mung- und Sojabohnen. Diese "Exoten" werden in Nordafrika, Mexiko, Indien und Pakistan kultiviert, einige Arten aber auch in der Türkei, in Italien und Frankreich. Ihr Anbau erfolgt in den Erzeugerländern nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus.
Nur gegart ein unbeschwerter Genuss!
Hülsenfrüchte enthalten teils giftige, teils schwer verdauliche Substanzen, die erst durch Erhitzen unschädlich werden. Daher ist ausreichendes Garen für den Genuss von Hülsenfrüchten unerlässlich.
Hülsenfrüchte als Keimgut für die eigene Sprossenzucht
Was weniger bekannt, aber nicht minder interessant ist: Aus vielen Hülsenfrüchten lässt sich ganz einfach Sprossengemüse ziehen - gerade im Winter eine knackige und vitaminreiche Alternative zu Salaten und Lagergemüse.
Bunte Hülsenfrüchte-Vielfalt...
Braune Linsen, weiße Bohnen, grüne Erbsen, rote Bohnen, Kichererbsen, rote Linsen, Sojabohnen, Beluga-Linsen
... und noch weitere Varianten, die darauf warten, von Ihnen ausprobiert zu werden.
Übersicht der Kapitel
Frühlingsgemüse
Sommergemüse
Herbstgemüse
Wintergemüse
Hülsenfrüchte
Vergessene Gemüsearten
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011
