Portulak
Grüne Blättchen mit Biss
Urige Gewächse haben oft viele Namen. So hieß der Portulak in manchen Gegenden auch Postelein, Burzel- bzw. Bürzelkraut, Bürzelkohl oder Kreusel.
Bekannt war er bei uns schon im Mittelalter, ursprünglich aber stammt er aus Vorderasien. Zwar gedeiht er in unseren Breiten erst ab Ende Mai im Freiland, dafür aber dann in rasantem Tempo.
Geerntet werden stets nur die jungen Blätter, und zwar vor der Blüte. Deshalb muss die einjährige Pflanze immer wieder neu ausgesät werden.
Dass Biobauern ihn trotz des Aufwands kultivieren, liegt an der großen Zahl der Portulak-Genießer, die er sich unter Naturkostkunden schon erworben hat. Die knackigen grünen oder goldgelben Blättchen schmecken angenehm säuerlich.
Zubereitungs-Tipp
Portulak sollte erntefrisch eingekauft und bald verzehrt werden, denn er hält sich auch im Kühlschrank nur wenige Tage.
Die Blättchen passen zu allen Salaten, besonders gut zu Gurke und Tomate. Man kann Portulak aber auch auf einem Butterbrot essen.
In Frankreich genießt man ihn traditionell warm. Dazu erhitzt man ihn wie Spinat kurz in einer Kasserolle mit sehr wenig Wasser und richtet ihn mit etwas Salz und Creme fraiche zu Fleisch, Fisch oder Ei an.
Übersicht der Steckbriefe: Fast vergessene Gemüsearten
Bärlauch
Guter Heinrich
Löwenzahn
Pastinaken
Portulak
Schwarzwurzeln
Speiserüben
Topinambur
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011

