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Schwarzwurzeln

Delikatesse unter schwarz-brauner Schale

Gemüseacker mit Schwarzwurzeln
Im Bild links: Anbaufläche für Schwarzwurzeln
(c) BLE, Bonn

Früher nannte man Schwarzwurzeln abfällig "Spargel der armen Leute", was vermutlich mit dazu geführt hat, dass sie während der Wirtschaftswunderjahre fast ganz von den Wochenmärkten verschwanden.

Heute kommen Schwarzwurzeln - der Name rührt von ihrer schwarz-braunen Schale - zu neuen Ehren. Dabei sind sie durchaus kein Spargelersatz. Vielmehr haben sie einen ganz eigenen, herzhaft erdigen Geschmack.

Die Schwarzwurzel ist zwar ein (fast) vergessenes Gemüse, aber keineswegs ein "altes". Sie wurde erst etwa zu Beginn des 18. Jahrhunderts kultiviert. Bei den Römern und im Mittelalter galt der Saft der wilden Urform als Heil- und Entgiftungsmittel.

Zubereitungs-Tipp

Die geschälten und geschnittenen Wurzeln legt man am besten sofort in Zitronenwasser (ein Esslöffel pro Liter), dann bleiben sie schön weiß. Darin werden sie mit etwas Salz 20 bis 30 Minuten gekocht. Man kann sie mit geschmolzener Butter oder einer Sauce Hollandaise servieren. Als Gewürz passt geriebene Muskatnuss sehr gut dazu.

 

Letzte Aktualisierung: 09.12.2011

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