Weich-, Schnitt- und Hartkäse
Entscheidend ist der Wassergehalt
Ganz gleich ob Camembert oder Tilsiter, Romadur oder Emmentaler: Die deutsche Käseverordnung fordert in erster Linie Klarheit beim Wassergehalt bezogen auf die fettfreie Käsemasse.
Man unterscheidet bei den Käsesorten zwischen:
- Weichkäse: 67 bis 73 Prozent Wassergehalt
- Halbfestem Schnittkäse: 61 bis 69 Prozent Wassergehalt
- Schnittkäse: 54 bis 63 Prozent Wassergehalt
- Hartkäse: 56 Prozent Wassergehalt
Ausgangsprodukt ist immer eine dickgelegte Milch, die mit Lab und Milchsäurebakterien geimpft wurde. Die Masse wird maschinell oder aber klassisch mit einer Käseharfe zerkleinert, wobei Molke abfließt.

- Rühren des Käsebruches zur Herstellung von Käse
(c) BLE, Bonn
Je feiner die Körnung - der Fachmann nennt sie "Bruch" - umso mehr Flüssigkeit wird abgeschieden und umso fester wird später der Käse. Doch auch die Reifezeit ist ganz unterschiedlich. Bei Weichkäse beträgt sie wenige Wochen, bei Hartkäse mehrere Monate oder sogar Jahre. Erst durch die Lagerbedingungen wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur sowie durch verschiedene würzende und Konsistenz gebende Zusätze, insbesondere Mikroorganismen, entstehen die zahllosen Spezialitäten.
Bei konventionellem Käse können heute Stoffe eingesetzt werden , die die Reifung beschleunigen. Die kleinen, eher handwerklich orientierten Bio-Käsereien verzichten dagegen auf solche Maßnahmen, was man - wenn man Käsekennern glauben darf - deutlich schmeckt.
Zusatz-Info
Tipp: Käse richtig aufbewahren
Übersicht der Kapitel
Frischkäse
Weich-, Schnitt- und Hartkäse
Rohmilchkäse und Sauermilchkäse
Schaf- und Ziegenkäse
Weiterführende Informationen
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011
