Amaranth, Kamut & Co.
Abwechslung in der Müslischale
Um großen und kleinen Essern das Frühstücksgetreide schmackhaft zu machen, locken konventionelle Hersteller hier und da mit unterschiedlichen Formen und Farben. Bio-Hersteller dagegen haben nach anderen Lösungen gesucht und dabei auch die alten, fast vergessenen Getreidearten wiederentdeckt. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern liefern auch zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe.
Amaranth
ist kein Getreide, sondern ein schon bei den alten Inkas beliebter Samen mit hohem Eiweißgehalt und nussigem Geschmack. Es wird Cerealien-Mischungen in Form von Flocken oder gepufft beigegeben.
Buchweizen
ist ebenfalls keine Getreideart, sondern der würzig schmeckende Samen eines Knöterichgewächses. Er ist in Müsli-Produkten oft als ganzes, lediglich geschältes und geröstetes Korn enthalten.
Dinkel

- Dinkel findet in Biolebensmitteln vielseitige Verwendung.
(c) BLE, Bonn
gehört zur Familie der Weizensorten. Er ist eng mit dem heute bekannten Weichweizen verwandt. Es ist jedoch nicht richtig, dass der heutige Weichweizen vom Dinkel abstammt. Dinkel gedeiht auch auf kargem Boden. In Baden-Württemberg hat Dinkel bis heute eine Sonderstellung und ist zum Beispiel Hauptzutat für die beliebten Dinkelspätzle. Das Müsli-Sortiment bereichert er in Form von "Dinkel-Pops" und -Flakes.
Hirse
mit ihren delikat-herben gelben Perlchen galt Hirse bei uns lange Zeit nur noch als Hühnerfutter. Erst in den Achtzigerjahren erlebte Hirse eine Renaissance, unter anderem wegen ihres hohen Gehalts an Kieselsäure.
Kamut
ein uraltes Getreide, das erst um 1950 zufällig in einem ägyptischen Königsgrab entdeckt und von Pionieren neu angebaut wurde. Die auffallend großen Körner werden Müsli-Mischungen meist in Form von Flocken zugegeben.
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011
