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Müsli-Produkte

Erfolgsrezept aus der Schweiz

Gefüllte Müsli-Schalen
Fertig gemischte Müslis gibt es in vielen Variationen.
(c) BLE, Bonn; Foto: T. Stephan

Müsli ist heute scheinbar überall präsent, wo es um gesundes Essen geht: Es gibt nicht nur unzählige Fertigmischungen, sondern auch Müsli-Brötchen, Müsli-Riegel, Müsli-Joghurt ...

Doch das Müsli ist keineswegs eine "junge" Erfindung. Seit alters her ist es eine Mahlzeit der Schweizer Hirten. Sie nahmen während ihrer Zeit auf der Alm täglich einen einfachen Brei aus geschrotetem Getreide, Obst und Milch zu sich.

Der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner war von dieser ursprünglichen, vollwertigen Nahrung begeistert und empfahl sie gegen Zivilisationskrankheiten.
Sein Müsli-Rezept, das täglich in seiner Klinik auf dem Speiseplan stand, war noch sehr schlicht (siehe Rezept im Kasten).

Zugegeben, die meisten Mischungen, die wir heute kaufen können, bieten mehr kulinarische Abwechslung und Raffinesse durch die Zugabe von getrockneten Früchten, Kokosflocken, Mandelblättchen und anderen Zutaten. Andererseits widersprechen Zucker und viele Zusatzstoffe bei konventionellen Müslis dem Anspruch an Naturbelassenheit.

Müsli nach Bircher-Benner

Einen Esslöffel Haferflocken mit drei Esslöffeln Wasser, etwas Zitronensaft und Milch anrühren. Ein bis zwei zerkleinerte Äpfel und einen Esslöffel geriebene Nüsse dazugeben.

Guten Start in den Tag!

Beim Biomüsli beginnt die Sorgfalt bereits bei der Auswahl der Rohstoffe

Verschiedene Ölsaaten. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.

Getreide, Trockenfrüchte und die anderen Geschmack gebenden Zutaten müssen den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau  beziehungsweise den Richtlinien der Ökoanbauverbände entsprechen. Für die Verarbeitung von Biomüslis sind viele Zusatzstoffe erst gar nicht erlaubt, und anstelle von weißem Zucker werden oft andere Süßungsmittel, zum Beispiel Honig oder Vollrohrzucker, verwendet. Viele Produkte sind sogar ungesüßt und oft unter der Bezeichnung "Basis"-Mischung beziehungsweise -Müsli zu finden. Bei diesen Mischungen kann jeder selbst entscheiden, ob und womit er sein Frühstück versüßen möchte.

Außerdem sind nur bestimmte Verfahren der Haltbarmachung erlaubt. Das heißt beispielsweise, dass die Trockenfrüchte und Nüsse im Biomüsli ohne die übliche Begasung gegen Schädlingsbefall auskommen müssen. Doch eine gewisse Konservierung ist nötig, um den Packungsinhalt einige Zeit verkehrsfähig zu halten. Dazu wird das Getreide (zumeist Hafer) zunächst gedarrt und dann mit Wasserdampf behandelt. Dieses Verfahren ist zwar völlig unbedenklich, doch gehen dabei einige wertvolle Inhaltsstoffe, wie etwa hitzeempfindliche Vitamine, verloren.

 

Letzte Aktualisierung: 19.12.2011

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