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Biomarkt in Berlin-Brandenburg - Fakten und Trends

24.01.2011
Bioprodukte sind in der Metropolenregion Berlin-Brandenburg weiterhin sehr erfolgreich: Nach Erhebungen der FÖL verzeichnet der Fachhandel mit ca. zwölf Prozent wieder ein erfreulich zweistelliges Wachstum. Der positive Schwung geht dabei zum großen Anteil von den Bio-Supermärkten aus. Der Umsatz des Berliner Marktführers Bio Company erhöhte sich um 17 Prozent, selbst auf den vorhandenen Verkaufsflächen wuchs der Umsatz um ca. fünf Prozent. Mit aktuell 41 Bio-Supermärkten hat die Hauptstadt eine Dichte an Bio-Supermärkten vorzuweisen, die deutschlandweit von keiner anderen Metropolenregion erreicht wird. In 2011 stehen weitere Neueröffnungen an. Insgesamt liegt der Gesamtumsatz des regionalen Fachhandels nach Schätzungen der FÖL mittlerweile bei ca. 150 Millionen Euro.
Sehr erfreulich ist nach Angaben der FÖL auch die Trendumkehr bei den kleinen Bioläden: Während in den letzten drei bis vier Jahren jährlich fünf bis acht kleinere Bioläden dem gestiegenen Konkurrenzdruck, insbesondere durch die größeren Bio-Supermärkte, nicht gewachsen waren und aufgaben, haben die nunmehr verbliebenen Naturkostgeschäfte auf die neue Situation reagiert und behaupten sich mit stärkerer Profilierung und neuen Angeboten. Beispiele hierfür sind Imbissangebote, Coffee to go, Catering-Angebote oder die Spezialisierung auf Bereiche wie Kosmetik oder Kuchensortiment.
Da auch im Bereich der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zunehmend auf Bio gesetzt wird, sind der Hotel- und Gaststättenverband Berlin (DEHOGA Berlin) und die FÖL im August 2010 eine Kooperation eingegangen. Mitgliedsunternehmen des DEHOGA Berlin sollen zukünftig beim Einsatz nachhaltig produzierter Lebensmittel aus der Region Berlin-Brandenburg bessere Unterstützung erfahren.
"Damit hat die FÖL einen strategischen Partner und Türöffner an der Seite, um die gastronomischen wie gesellschaftlichen Vorzüge von Bioprodukten noch besser an die Entscheidungsträger in der Gastronomie vermitteln zu können", zeigt sich Michael Wimmer, Geschäftsführer der FÖL, über die neue Zusammenarbeit erfreut. Besonderes Augenmerk wird der Verbindung von Bio + Regional gehören.
Nach Angaben des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) wurden in Brandenburg in 2010 140.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet, das entspricht einem Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 10,5 prozent und ist bundesweit Platz 1. Während bei den Erzeugerbetrieben der Zuwachs bei lediglich einem Prozent liegt (von 762 auf 771), ist die Zahl von Unternehmen mit Verarbeitungskapazitäten in der Region um 18 Prozent (von 162 auf 180) und damit spürbar gestiegen.
Auf dem Berliner Biomarkt ist der Anteil regionaler Ware aus Berlin-Brandenburg im Bereich Fachhandel (inkl. Handwerksbetriebe und Direktvermarktung) mit ca. 15 Prozent doppelt so hoch wie im konventionellen Bereich (ca. sieben bis acht Prozent).
Aufgrund der regional ausgerichteten Handelsstrukturen und der ausgeprägten Bevorzugung regionaler Ware durch die Bio-Kundschaft wie auch der Naturkost-Einzelhändler könnte dieser Anteil jedoch noch höher sein, wenn ausreichend handelsfähige bzw. verarbeitete Produkte zur Verfügung stünden. Beispiele hierfür sind frisches Gemüse, Tafel- und Beerenobst, Produkte aus geschütztem Anbau (zum Beispiel Tomaten, Gurken, Paprika, Salate und Kräuter in der Übergangszeit) oder eingelagertes Gemüse für die Wintermonate.
Gemeinschaftsstand auf der Grünen Woche in der Brandenburg-Halle
Den Bio-Gemeinschaftsstand finden Sie in der Brandenburg-Halle 21a, Stand 134-138, Messegelände Berlin. Der Bio-Gemeinschaftsstand wird erneut von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. in Zusammenarbeit mit den regionalen Anbauverbänden Demeter, Bioland, Naturland und Verbund Ökohöfe Nordost organisiert. Die FÖL agiert als Interessensgemeinschaft, Anlaufstelle und Kommunikationsplattform der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg.
