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April 2011: BÖLN

Bundesprogramm zur Förderung des Ökologischen Landbaus und anderer Formen der nachhaltigen Landwirtschaft

Wie gewinnt man unterschiedliche Zielgruppen für eine Idee? Man spricht sie über die Medien an, die ihnen vertraut sind, sucht Orte auf, an denen sie sich gewöhnlich aufhalten oder man lädt sie zu Entdeckungen von "Neuland" direkt an den Ort des Geschehens ein. Diese Maßnahmen macht sich auch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) zunutze, um bei Fachleuten, Multiplikatoren, Verbraucherinnen und Verbrauchern Interesse für den ökologischen Landbau und seine Produkte zu wecken und darüber zu informieren.

Wir stellen Ihnen eine Auswahl an Projekten aus dem BÖLN vor, die sich an die Zielgruppe Verbraucher richten. Über weitere Angebote für Fachleute aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und der Außer-Haus-Verpflegung informiert das zentrale Internetportal Oekolandbau.de in den jeweiligen Bereichen.

Publikationen – Lesestoff rund um Biolebensmittel

Die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau hat zahlreiche Broschüren und Ratgeber veröffentlicht. Interessierten Einzelpersonen, aber auch Multiplikatoren (zum Beispiel, Ernährungsberatungskräfte, Hebammen, Lehrpersonen und Bildungsreferenten) stehen diese Materialien kostenlos zur Verfügung.

Titelbild: Ernährungskalender für Eltern mit Kindern im Schulkindalter. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Eine der jüngsten Publikationen im Rahmen des BÖLN: Im Januar 2011 ist der dritte Teil der Ernährungskalender erschienen.

Ernährungskalender für Eltern

Immer mehr Familien möchten sich mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln ernähren und suchen nach zuverlässigen Informationen. Diesem Informationsbedürfnis kommen die Ernährungskalender nach, die im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau erschienen sind. Von der Schwangerschaft bis ins Schulalter begleiten sie Eltern und deren Kinder auf dem Weg zu einer altersgemäßen Ernährung und helfen dabei, den Grundstein zu einem nachhaltig gesunden Ernährungsstil zu legen. Die Ernährungskalender gehen auf die Ernährungsbedürfnisse des jeweiligen Lebensalters ein, zeigen die Besonderheiten der Erzeugung und Verarbeitung von Bioprodukten auf und geben zahlreiche Anregungen zum genussvollen Kochen mit Biolebensmitteln.

Regionale Einkaufsführer

Gefördert durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau haben viele regionale Initiativen Einkaufsführer für den Bioeinkauf vor Ort herausgegeben. Aufgelistet sind darin Naturkost- und Hofläden, Wochenmärkte mit Bioangebot und Biolieferdienste: Je nach Region wird die Aufstellung um Restaurants und Cafés, Urlaubsunterkünfte, Anbieter von ökologischen Baumaterialien oder weiteren Angeboten rund um den ökologischen Alltag ergänzt. Die praktischen Ratgeber liegen als Broschüre bzw. als Online-Datenbank im Internet vor.

Finden Sie hier den Einkaufsführer für Ihre Region.

Kartoffelfibel

Die Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern hat Ende 2010 eine Fibel über Biokartoffeln veröffentlicht. Gefördert wurde dieses Projekt ebenfalls im Rahmen des BÖLN. Mit ansprechenden Texten und Bildern gibt die Broschüre unter anderem Einblick in den ökologischen Kartoffelanbau und stellt die umfangreiche Sortenvielfalt vor. Ausgewählte Kartoffelsorten wie La Ratte, Sissi oder Blauer Schwede werden in Kurzporträts beschrieben. Und damit es nicht bei der trockenen Theorie bleibt, schließt sich ein Rezeptteil mit besonderen Ideen fürs Kochen mit Kartoffeln an. Die Kartoffelfibel kann kostenlos bei der Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern angefordert werden.

externer Link folgtKartoffelfibel

Ökolandbau live erleben

Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau

Ihre Kinder möchten unbedingt einmal Ferkel, Kälbchen oder Zicklein sehen? Sie möchten wissen, womit der Biobauer düngt oder was es mit der Fruchtfolge im ökologischen Landbau auf sich hat? Dann besuchen Sie einen der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Aus der Vielfalt der deutschen Ökobetriebe hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mehr als 200 Biohöfe als Demonstrationsbetriebe ausgewählt. Sie verteilen sich auf alle Landschaftsräume Deutschlands, von Mecklenburg über die Schwäbische Alb bis zum Bodensee. Demonstrationsbetriebe sind landwirtschaftliche oder gartenbauliche Betriebe, Wein- und Obstbau- sowie Fischzuchtbetriebe, die schon mehrere Jahre nach den Kriterien des ökologischen Landbaus geführt werden und nach den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind. Mehrheitlich sind sie Mitglied in einem der anerkannten Verbände des ökologischen Landbaus, die neben wertvollen Dienstleistungen für die Betriebe, wie z.B. die Vertretung ihrer Anliegen und Interessen, die Einhaltung der strengeren Verbandsrichtlinien kontrollieren.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bieten die Demonstrationsbetriebe Hoffeste, Betriebsführungen oder Infoveranstaltungen mit thematischen Schwerpunkten an. Viele Betriebe freuen sich auch auf den Besuch von Kindergarten- und Schülergruppen. Auf der Internetseite

Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau

erfahren Sie alles über die beteiligten Betriebe, Adressen und aktuelle Termine. Die Reihe "Demo Spezial" stellt beispielhafte Projekte und Betriebsschwerpunkte einzelner Demonstrationsbetriebe vor.

Bio für die junge Generation

Das Bundesprogramm-Projekt "Bio für die junge Generation" verfolgt das Ziel, alle Zielgruppen vom Kindergartenkind über die Grund- Mittel-, Oberstufen- und weiterführenden Schulen bis hin zum pädagogischen Personal zu erreichen. Für jede Alters- bzw. Berufsgruppe werden unterschiedliche Themen ausgearbeitet und angemessen vermittelt. Im Großraum Hamburg zum Beispiel wurde das Projekt "Schule und Landwirtschaft" initiiert. Darin lernen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 1 bis 11 altersgerecht die gesamte Wertschöpfungskette von Bioprodukten kennen. Zum Programm gehören auch Ausflüge zu Biohöfen in der Umgebung, damit die Kinder und Jugendlichen die Verbindung vom Ursprungslebensmittel zum verarbeiteten Produkt nachvollziehen können. Dieses Projekt wird vor Ort vom Ökomarkt Hamburg begleitet.

externer Link folgtUnter dem Thema "Bio in der Schule" finden Sie weitere Informationen zu diesen Aktivitäten.

Selber aktiv werden

Logo Schülerwettbewerb Bio find ich kuh-l
Fast schon ein Klassiker innnerhalb des Bundesprogramms: Seit dem Jahr 2003 wird der Schülerwettbewerb "Bio find ich Kuh-l"unter einem jährlich wechselnden Schwerpunktthema ausgelobt.

Schülerwettbewerb "Bio find ich Kuh-l" 2011

Der bundesweite Schülerwettbewerb "Bio find ich Kuh-l" lädt Kinder und Jugendliche aller Schularten - von der 3. bis zur 10. Jahrgangsstufe - ein, auf Entdeckungsreise zu gehen und dabei den Ökolandbau genau unter die Lupe zu nehmen. Noch bis zum 2. Mai können die Schüler ihre kreativen Ideen zum diesjährigen Motto "Bio+Fair – damit erreichen wir mehr!" einsenden. Weitere Informationen unter : externer Link folgthttp://www.bio-find-ich-kuhl.de/

Letzte Aktualisierung: 05.04.2011

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