Mai 2011: Auf in den Garten!
Jetzt können Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner wieder ihrer Leidenschaft frönen, denn nach der Winterruhe gibt es im Garten einiges zu tun: Pflanzen auf Winterschäden prüfen, Gemüsebeete anlegen, Blumensamen aussäen, Jungpflanzen setzen und vieles mehr.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich mit Lebensmitteln aus ökologischem Anbau ernähren, möchten auch in ihrem eigenen Garten möglichst naturnah arbeiten und Gemüse und Zierpflanzen ohne "chemische Keule" heranziehen. Sie verwenden als natürlichen Dünger zum Beispiel Kompost oder Mist und holen sich Hilfe aus der Natur, wenn ihre Pflanzen von Blattläusen oder anderen Schädlingen befallen werden. Ein vielfältiges Nahrungsangebot vom Frühjahr bis in den Herbst hinein lockt nützliche Käfer und Insekten sowie Vögel an, die sich wiederum von den Schädlingen ernähren.
Artenvielfalt – ein wertvolles Gut für Mensch und Tier
Verabschieden Sie sich von englischem Rasen, Einheitsbeeten und "versteinerten" Vorgärten. Damit sich die sogenannten Nützlinge gerne auf Ihrem Grundstück niederlassen und ihre Dienste verrichten können, belassen sie in Ihrem Garten einfach ein Stück als Wildnis mit Wiesenblumen oder legen Sie eine Hecke mit blühenden Gehölzen an, zum Beispiel mit Schmetterlingsflieder, Schneeball und Geißblatt. Oder pflanzen Sie eine Elsbeere, sie wurde zum Baum des Jahres 2011 ernannt. Wild- und Honigbienen, Hummeln, und Schmetterlinge fliegen auch gerne aromatische Kräuter wie Thymian, Oregano und Lavendel an. Und zur wahren Bienenweide wird ein Stück Garten beispielsweise mit Phacelia (im Volksmund Bienenfreund genannt), Löwenmäulchen, Ringelblumen, Vergissmeinnicht und Sonnenblumen. Ein herrliches Summen rund um die Blüten und eine reiche Ernte an Obst und Gemüse werden die Belohnung für Ihre Bemühungen sein.
Selbst mit Bepflanzungen in Kübeln und Balkonkästen bieten sich viele Möglichkeiten, den Blütenbesuchern Nahrung zu schaffen. Apropos Balkon: Das Netzwerk Blühende Landschaft weist darauf hin, dass viele der klassischen Balkonpflanzen, wie Geranien oder Fleißige Lieschen, für die Insekten wertlos sind, da sie nur wenig oder keinen Nektar und Pollen bieten. Interessierte Balkongärtner finden in den Merkblättern des Netzwerkes viele Anregungen, wie sie auch auf kleinstem Raum ein Paradies für Hummel, Schmetterling und Co. schaffen und sich an deren Besuch erfreuen können.
Geschenktipps zu Ostern und Muttertag
Verschenken Sie doch einmal an Gartenfreunde Blumensamen bzw. Jungpflanzen in Bioqualität. Sie werden nach den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erzeugt und sind im Naturkostfachhandel, in Gartencentern oder auf Bauernmärkten erhältlich. Solange in Ihrem eigenen Garten noch keine Schnittblumen wachsen, können Sie sich und anderen Blumenliebhabern eine Freude mit Schnittblumen bereiten, die das Gütesiegel "Flower Label Program" (FLP) tragen. Um das FLP-Gütesiegel zu erhalten, müssen die produzierenden Betriebe unter anderem folgende Kriterien erfüllen:
- Existenz sichernde Löhne
- Verbot von Kinderarbeit
- Verbot hochgiftiger Pflanzenschutzmittel
- verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen
Weitere Infos und eine Händlersuche finden Sie unter
www.fairflowers.de.
In diesen ausgewählten Beiträgen finden Sie Anregungen und Tipps, wie Sie Ihren Hausgarten nach ökologischen Gesichtspunkten anlegen und pflegen. Wir wünschen Ihnen ein erlebnisreiches Gartenjahr!
Nützlinge - starke Helfer für die Natur
Biolandwirte zeigen, wie sie die (Wieder-)Ansiedlung von Nützlingen fördern. Sie legen zum Beispiel Hecken an, pflegen Ackerrandstreifen und Uferränder und bieten Vögeln Nistmöglichkeiten. Holen Sie sich Anregungen für Ihren eigenen Garten.
Nützlinge - starke Helfer für die Natur
Unterwegs mit einer Demeter-Imkerin
Im Frühsommer sind die Bienen uns Menschen besonders präsent - durch ihr Summen und ihr emsiges Sammeln von Nektar und Pollen an den Blüten von Blumen und Bäumen. Oekolandbau.de hat die Demeter-Imkerin Susanne Weirich besucht und Einblick in ihre Arbeit mit den Bienen bekommen.
Ökobauern lassen alte Kulturpflanzen aufblühen
Ständig kommen neue Produkte in den Lebensmittelhandel, während gleichzeitig die Vielfalt in der Landwirtschaft schwindet. Einige Ökobauern wirken dieser Entwicklung entgegen, indem sie alte Pflanzensorten anbauen und ihr Saatgut anbieten.
Von wegen Unkraut - Löwenzahn
Wer in seinem Garten ein paar Löwenzahn-Pflänzchen entdeckt, sollte sie gleich ausstechen und genießen.
GemüseSelbstErnte
Selbst wer keinen eigenen Garten hat, braucht auf Gärtnerglück nicht zu verzichten. Das Angebot an Parzellen in Kleingartenanlagen und auf Biobauernhöfen erstreckt sich über das ganze Bundesgebiet.
Wir stellen das Projekt GemüseSelbstErnte vor.
Lesetipps für Biogärtner
Bücher, Zeitschriften und Online-Magazine bieten Informationen, Erfahrungsberichte und vieles mehr, was Biokleingärtner wissen möchten.
Letzte Aktualisierung: 03.05.2011


