September 2011: 10 Jahre Faire Woche - ein Grund zum Mitmachen!
Umfragen zufolge möchten Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher immer öfter wissen, unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen die Produkte, die sie täglich einkaufen, hergestellt werden. Aus diesem Grunde steigt auch bereits seit Jahren der Absatz von Produkten aus dem Fairen Handel stark an. Die Faire Woche vom 16. bis 30. September 2011 bietet Interessierten aller Altersgruppen auch in diesem Jahr wieder vielseitige Möglichkeiten, mehr über den Fairen Handel und seine Produzenten zu erfahren und die Produkte kennenzulernen.

- Die Faire Woche 2011 steht unter dem Motto "Fair ist mehr!"
(c) Forum Fairer Handel
Die Faire Woche, die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland, feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Das diesjährige Motto "Fair ist mehr!" lässt viel Spielraum, sich mit dem Fairen Handel, seinen Leistungen und Produkten auseinanderzusetzen und das Thema noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. So kann das Motto "weitergesponnen" werden durch Zusätze wie "Fair ist mehr - mehr Lebensqualität", "- mehr Vertrauen", - "mehr Gerechtigkeit" und -"mehr Perspektiven". Während des Aktionszeitraums finden rund 4.000 Veranstaltungen statt, initiiert und organisiert von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und engagierten Gruppen oder Einzelpersonen. Die Vielfalt der Aktionen reicht von Probieraktionen, Frühstückstafeln, Vorträgen und Ausstellungen über Gottesdienste, Fahrradtouren und Konzerte bis hin zu Filmvorführungen.
Zur Fairen Woche reisen auch wieder verschiedene Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen aus Tansania, Malawi, Indien und den Philippinen an und berichten von ihrer Arbeit und den Auswirkungen des Fairen Handels. Durch ihn erhalten Produzenten im Süden nicht nur ein Einkommen, das ihnen eine nachhaltige Produktion sichert, er ermöglicht ihnen auch bessere Zukunftsperspektiven durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Gesundheits- und Sozialprojekte.
Nach zehn Jahren Faire Woche ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Über die letzten zehn Jahre hat die Aktionswoche zunehmend an Bedeutung und öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen. Das wachsende Interesse an nachhaltigem Konsum und alternativen, gerechteren Handelsformen schlägt sich sowohl in zunehmenden Teilnehmerzahlen als auch im stetig breiter werdenden Veranstaltungsangebot nieder. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher achten beim Einkauf auf die Herkunft der Produkte und hinterfragen die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern.
Die Faire Woche: Initiatoren und Unterstützer
Die Aktionswoche zum Fairen Handel wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed), Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor finanziell gefördert. Sie ist eine Aktion des Forums Fairer Handel, dem Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland. Es wurde gegründet, um die Aktivitäten des Fairen Handels in Deutschland zu koordinieren. Ziel ist es, gemeinsame Forderungen gegenüber Politik und Handel durchzusetzen und eine stärkere Ausweitung des Fairen Handels zu erreichen.
Die Faire Woche 2011 erhält Unterstützung von Bundesminister Dirk Niebel als Schirmherr und weiteren Prominenten, zum Beispiel durch den Spitzenkoch Steffen Henssler.
"Fair ist mehr!" - zum Jubiläum dreht sich alles um die positiven Auswirkungen des Fairen Handels. Informieren Sie sich oder machen Sie selbst mit! Die Internetseite zur Fairen Woche bietet neben einem ständig aktualisierten Veranstaltungskalender Hintergrundinformationen zum Fairen Handel, Tipps für Verbraucher und junge Konsumenten sowie eine Rezeptsammlung mit Zutaten aus Fairem Handel. Interessierte Initiativen und Gastrobetriebe finden Anregungen für eigene Aktionen und können diese direkt auf der Homepage eintragen.
Faire Woche 2011
Mehr Informationen
Die Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!"
Der Weltladen-Dachverband und der Ökoanbauverband Naturland haben gemeinsam die Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!" ins Leben gerufen. Eines der Anliegen ist es, die bestehenden Kundenkreise in Weltläden und Naturkostläden zusammenbringen und auf den jeweils "anderen Aspekt" aufmerksam machen, also Fair-Handels-Kundschaft zu Bio informieren und Biokäufer über Fairen Handel.
Zum Beitrag "Öko + Fair ernährt mehr!"
Öko-fairer Mais und öko-fairer Reis für alle?
Im Rahmen der gemeinsamen Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!" haben Naturland und der Weltladen-Dachverband zwei Studien vorgelegt, die das große Potenzial von Fairem Handel und Ökolandbau verdeutlichen. Sie zeigen exemplarisch, wie Kleinbauern sowohl Sozial- und Öko-Standards einhalten als auch Erträge steigern können. "Die Studien bestätigen, dass Fairer Handel und ökologischer Landbau der richtige Ansatz sind, um Hunger weltweit zu bekämpfen", kommentiert Maria Gubisch, Vorstandsvorsitzende des Weltladen-Dachverbands, die Ergebnisse.
Oekolandbau.de-Nachricht: Öko-fairer Mais und öko-fairer Reis für alle?
Fair & Bio - zwei Seiten einer Medaille
Das Ziel des Fairen Handels ist ein gerechter Preis für Produkte aus Entwicklungsländern. Einen doppelten Mehrwert bieten Produkte, die sowohl fair gehandelt als auch bio sind.
Zum Beitrag: Fair und Bio
Bio und Fair bietet mehr
Das Ziel des Fairen Handels ist ein gerechter Preis für Produkte aus Entwicklungsländern. Das beinhaltet unter anderem die Einhaltung von Arbeitsschutzrichtlinien, faire Löhne und die Durchsetzung von Umweltstandards.
Zum Beitrag: Bio und Fair bietet mehr
Kritischer Konsum
Ein Blick über den Tellerrand:
Macht Schokolade glücklich?
Letzte Aktualisierung: 01.09.2011

