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Heißes Wasser hält Äpfel gesund (August 2004)

 

Heißes Wasser hält Äpfel gesund

Im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau wurde eine Methode zur Verringerung des Pilzbefalls an Ökoäpfeln weiterentwickelt. Dieser Beitrag fasst die Forschungsergebnisse von August 2004 zusammen.

Forschungsauftrag: Wie lässt sich der Pilzbefall bei Ökoäpfeln verringern?

Gloeosporium-Fäule an ökologisch angebauten Äpfeln der Sorte "Topaz"
Gloeosporium-Fäule an ökologisch angebauten Äpfeln der Sorte "Topaz"
Foto: für Ernährung und Lebensmittel (BFEL)

Wenn Äpfel über einen längeren Zeitraum gelagert werden, können sie von Pilzen wie zum Beispiel der Gloeosporium-Fruchtfäule befallen werden. Hohe Verluste bei der Lagerung und damit hohe Preise für die Verbraucher können die Folge sein. Ein Forscherteam der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL) hat eine Methode zur Verringerung des Pilzbefalls an Ökoäpfeln weiterentwickelt, die ganz ohne Pestizide auskommt: die Heißwasserbehandlung

Bei der Heißwasserbehandlung handelt es sich keineswegs um eine neue Methode. Die Heißwasserbehandlung wird bereits seit dem 19. Jahrhundert verwendet, um beispielsweise Pilze an Getreidesaatgut zu bekämpfen. Dabei wird das Saatgut für einen bestimmten Zeitraum in heißes Wasser getaucht.

Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel forscht seit 1999 an einer Methode der Heißwasserbehandlung für Bioäpfel. Dazu wurde eine praxistaugliche Heißwassertauchanlage entwickelt, in der die Äpfel kistenweise behandelt werden können.

Lageräpfel frisch halten ohne Einsatz von Chemie

Heißwassertauchanlage
Heißwassertauchanlage zur Behandlung von Äpfeln in handelsüblichen Obstkisten
(c) Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL)

Am Beispiel der Apfelsorte Topaz wurde untersucht, zu welchem Zeitpunkt nach der Ernte die Äpfel bei welchen Temperaturen und wie lange eingetaucht werden müssen, um die besten Ergebnisse - das heißt den geringsten Befall mit dem Fruchtfäulepilz bei der anschließenden Lagerung - zu erzielen. Bei der untersuchten Apfelsorte war eine Eintauchdauer von zwei Minuten bei 53 Grad Celsius möglichst kurz nach der Ernte am besten geeignet, um die Äpfel vor der Fruchtfäule zu schützen. Während 41 Prozent der unbehandelten Äpfeln bei der Lagerung von dem Fruchtfäulepilz befallen wurden, waren es bei den mit heißem Wasser behandelten Äpfeln nur noch drei Prozent.

Gesundheitlich ist die Methode völlig unbedenklich: Laboruntersuchungen zeigen, dass sie keine negativen Auswirkungen auf Inhaltsstoffe wie z.B. den Vitamin-C-Gehalt oder auf Qualitätsparameter wie beispielweise die Fruchtfleischfestigkeit aufweist.

Als nächstes soll untersucht werden, ob das Verfahren auch für die Behandlung anderer Apfel-, Obst- oder Gemüsesorten sowie für die Bekämpfung anderer Lagerkrankheiten geeignet ist.

Zur Vertiefung

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Letzte Aktualisierung: 08.12.2011

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