Keine Gentechnik in Bioprodukten
Gentechnik? Nein danke!
Seit einigen Jahren werden immer mehr Pflanzen angebaut, deren Erbgut gentechnisch verändert wurde. Beabsichtigt ist damit, dass die Pflanzen zum Beispiel gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel resistent werden oder selber Gifte gegen Schädlinge produzieren. Soja, Mais und Raps werden am häufigsten gentechnisch verändert.
Nicht nur die Richtlinien der ökologischen Anbauverbände, sondern auch die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau verbieten strikt die Nutzung der Gentechnik, denn ökologischer Landbau und Gentechnik basieren auf gegensätzlichen Prinzipien, die nicht miteinander vereinbar sind. In allen Betriebszweigen der ökologischen Landwirtschaft sind genmanipulierte Tiere und Pflanzen verboten. Ebenso wenig dürfen Lebensmittel mit gentechnischen Verfahren hergestellt oder mit solchen Rohstoffen verarbeitet werden.
Die EU- Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau verbieten den direkten Einsatz von gentechnisch veränderten (GV-) Pflanzen und die Verwendung von Produkten aus solchen Pflanzen. GV-Rapsschrot als Futter für Milchkühe und Legehennen ist ebenso tabu wie GV-Maissirup im Keks oder GV-Sojalecithin als Emulgator in der Schokolade. Auch Zusatzstoffe, wie Käselab, Hefen, Enzyme oder natürliche Aromen, dürfen nicht für die Herstellung von Bioprodukten verwendet werden, wenn sie mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden. Solche Verfahren sind jedoch inzwischen weit verbreitet und machen die Beschaffung von gentechnikfreien Zusatzstoffen besonders schwierig.
Zur Vertiefung
- Lebensmittel ohne Gentechnik (Jugendliche-Bereich)
- zur Beitragsübersicht "Alles Bio - stimmt das auch?"
Letzte Aktualisierung: 08.12.2011
