Event-Catering

Event-Catering

Die Onlineplattform "BioStreetFood" will Caterer und Veranstalter besser zueinander bringen. Organisatoren von Stra├čenfesten, M├Ąrkten oder Festivals finden dort geeignete Anbieter f├╝r die Bioverpflegung. Biocaterer k├Ânnen sich auf der Plattform einfach und kostenfrei registrieren.

Bei Markt- und Stra├čenfesten, Konzerten oder Festivals h├Ąngt der Erfolg nicht zuletzt auch vom gastronomischen Konzept ab. Um den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Angebot in Bioqualit├Ąt bieten zu k├Ânnen, sind die Organisatoren oft auf der Suche nach geeigneten Eventgastronomen. Hier setzt das von der F├Ârdergemeinschaft ├ľkologischer Landbau Berlin-Brandenburg (F├ľL) initiierte Projekt an. "Die neue Plattform will Caterer und Veranstalter mit wenigen Klicks zusammenbringen", erl├Ąutert der Projektverantwortliche Gerald K├Âhler. 

Kostenloser Service f├╝r alle Beteiligten

Interessierte Eventgastronominnen und -gastronomen k├Ânnen sich auf der Plattform kostenlos registrieren und ihr Profil eingeben: Welche Arten von Speisen sind im Angebot? Deutschlandweit oder in bestimmten Regionen? Gibt es auch vegetarische, vegane oder besonders kindergerechte Snacks oder Gerichte? Ist der Betrieb bereits biozertifiziert oder wird eine eventbezogene Biozertifizierung angestrebt? Denn was viele gastronomische Betriebe gar nicht wissen: Sie k├Ânnen sich auch nur f├╝r einen Tag oder eine kurze Zeit bei einer der zugelassenen Stellen zertifizieren lassen und dann ihre Speise mit dem Biozeichen ausloben. 

Kontrollverfahren f├╝r Eventgastronomen

Bei Interesse an einer Eventzertifizierung sollten sich die Organisatoren und ihre Caterer m├Âglichst fr├╝hzeitig mit einer Kontrollstelle in Verbindung setzen. Sp├Ątestens jedoch vier Wochen vor dem Termin. Das Cateringunternehmen und die Kontrollstelle schlie├čen dann einen Vertrag, in dem das Verpflegungsangebot und die verwendeten Biozutaten genau beschrieben werden. Am Veranstaltungstag findet vor Ort eine unangek├╝ndigte Kontrolle statt. Zum Ablauf der Eventzertifizierung und all den damit verbundenen Fragen finden interessierte Personen weitere Informationen auf der Website. Gerne gibt die F├ľL dazu auch weitere Ausk├╝nfte, die auf eigenen Erfahrungen in diesem Bereich basieren: Seit 2011 k├╝mmert sich der Verein als Generalunternehmer um die Bioverpflegung auf dem Weltkindertagsfest in Berlin mit rund 100.000 Besucherinnen und Besuchern jedes Jahr. Daf├╝r holt die F├ľL etwa 20 bis 28 Cateringunternehmen mit ins Boot. "Inzwischen hat sich das eingespielt und l├Ąuft mit gro├čem Erfolg", berichtet Gerald K├Âhler.

Steigende Nachfrage

Bislang gibt es keine fundierten Marktzahlen zur Eventgastronomie mit Bioprodukten. "Nach unseren Erfahrungen ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen", urteilt Dr. Jochen Neuendorff von der Gesellschaft f├╝r Ressourcenschutz mbH (GfRS) in G├Âttingen. Die AHV-Experten der GfRS hatten zusammen mit Rainer R├Âhl, einem Berater f├╝r nachhaltige Verpflegungskonzepte, im Jahr 2007 das Standardverfahren zur Biozertifizierung in der Eventgastronomie entwickelt. Seither ist die GfRS eine der ├ľko-Kontrollstellen, die bei solchen Events regelm├Ą├čig gefragt ist ÔÇô vom Tollwood-Festival in M├╝nchen ├╝ber Weihnachtsm├Ąrkte und Stadtfeste sowie Konferenzen und Empf├Ąngen. Das Konzept wird in der Praxis gut angenommen. Wichtig ist, dass sich der Veranstalter auf eine gut nachvollziehbare Kennzeichnung festlegt. Das hei├čt konkret: Bestimmte Zutaten werden komplett in ├ľkoqualit├Ąt angeboten, um eine Vermischung auszuschlie├čen. Wenn ein Veranstalter sich einmal auf diesen Weg einl├Ąsst, bleibt er dabei, so die Erfahrung des Kontrollstellenleiters.

Plattform muss noch wachsen

Damit die Plattform ihren Zweck erf├╝llt, muss sie nat├╝rlich noch wachsen. Es wird entscheidend darauf ankommen, dass sich m├Âglichst viele Cateringunternehmen registrieren und sich der Nutzwert f├╝r Suchende fortlaufend verbessert. Gerald K├Âhler ist da ganz optimistisch: "Es handelt sich um einen f├╝r beide Seiten kostenlosen Service, den wir in den n├Ąchsten Jahren weiter pflegen und ausbauen werden".  Langfristig hat sich die F├ľL mit BioStreetFood ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Website soll nicht nur erste Auskunfts- und Anlaufstelle zum Thema werden, sondern als die bundesweite Plattform f├╝r nachhaltige Streetfoodangebote fungieren.


Letzte Aktualisierung 23.01.2020

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