Methodisch-didaktische Hinweise

Empfohlene Fächer

Erdkunde, Biologie

Lehrplanbezug

Die Unterrichtseinheit weist viele Bezüge zu den Bildungsplänen der Sekundarstufe I der Länder auf. Für die Umsetzung bietet sich die Anknüpfung an Themenkomplexe wie "Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen" im Fach Biologie und "Landwirtschaft in Deutschland" im Fach Erdkunde an.

Die Arbeitsmaterialien lassen sich individuell an Lernstand und Arbeitsweise der jeweiligen Schulform und Jahrgangsstufe anpassen.

Kompetenzziele

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • arbeiten miteinander und unterstützen sich gegenseitig.
  • führen eigenständig Untersuchungen und Versuche zu einem Thema durch.
  • übernehmen Verantwortung für ihre Versuche.
  • können Tiere und Pflanzen anhand von Büchern bestimmen.
  • stellen Daten und Ergebnisse aus ihren eigenen Beobachtungen dar und präsentieren sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

Unterrichtsskizze

Die Unterrichtseinheit sollte im Rahmen einer Exkursion auf einen Biobauernhof oder eine ökologisch bewirtschaftete Kleingartenanlage erfolgen. Empfehlenswert wäre, wenn die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekämen, die Arbeitsaufträge sowohl auf einem ökologisch als auch auf einem konventionell bewirtschafteten Hof durchzuführen. Im sich daraus ergebenden Vergleich erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass im Ökolandbau in der Regel ein aktiveres Bodenleben und eine breitere Vielfalt an Pflanzen vorzufinden sind.

Einstieg

Zum Einstieg in das Thema Boden lesen die Schülerinnen und Schüler den Sachtext T 1.

Erarbeitung

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Arbeitsaufträge jeweils in Kleingruppen. Jeder Arbeitsauftrag enthält Feld- und Klassenraum-Aufgaben. Die Bearbeitung der Klassenraum-Aufgaben dient der Sicherung und Vertiefung der Beobachtungen.

Bevor mit der Betrachtung der Bodens begonnen wird, sollen sich die Gruppen mit Arbeitsauftrag A 1 "Was wächst denn da?" bewusst machen, welche Bedeutung der Boden für Pflanzen hat. Hierbei sollte herausgearbeitet werden, dass unterschiedliche Pflanzen unterschiedliche Bodenansprüche haben und dass es daher schwer ist, allgemein von einem "guten" oder "schlechten" Boden zu sprechen. Wichtig ist, dass im Vorfeld mit dem Landwirt oder einer anderen Ansprechperson des außerschulischen Lernortes verschiedene geeignete Flächen für diese Aufgabe ausgewählt werden. Untersucht werden könnten:

  • Grünland,
  • eine Viehweide,
  • Ackerrandstreifen an verschieden bepflanzten Feldern,
  • steiniger, karger Boden,
  • eine Feuchtwiese,
  • konventionell bewirtschaftetes Grünland (mit Besitzer absprechen),
  • ...

Mit den Arbeitsaufträgen A 2 bis A 5 untersuchen die Kleingruppen die Beschaffenheit und Eigenschaften ihrer Testflächen: Bodeneigenschaften, Bodenlebewesen, Zusammensetzung des Bodens und Zeigerpflanzen werden hier thematisiert.

Sicherung

Zum Abschluss der Einheit können die Schülerinnen und Schüler in einem Expertengespräch dem Landwirt ihre Ergebnisse zu seinen Flächen vorstellen und gemeinsam über mögliche Bodenverbesserung sprechen. In diesem Rahmen kann der Landwirt den Schülerinnen und Schülern die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung erläutern.

Zeitaufwand für die Unterrichtsdurchführung

Für die Exkursion und die Bearbeitung der Feld-Aufgaben sollte ein Tag angesetzt werden. Die Bearbeitung der Klassenraum-Aufgaben erfordert mindestens zwei Doppelstunden (bei 45-Minuten-Takt).

Materialbedarf

  • Kopien der Arbeitsaufträge für jede Gruppe
  • Maßbänder zum Abstecken der Beobachtungsfelder
  • Bestimmungsbücher für Pflanzen und Tiere (Bodenlebewesen)
  • Je ein Spaten pro Gruppe
  • Schraubgläser
  • Mikroskope oder Lupen

Ideen und Anregungen

  • Die Schülerinnen und Schüler sammeln Bodenproben in eigenen Gärten, Parks oder an Urlaubsorten und vergleichen sie hinsichtlich ihrer Struktur, Farbe und Zusammensetzung (siehe auch Arbeitsaufträge A 2 und A 4). Sie benötigen hierzu Schraubgläser und Material zur Probenbeschriftung.
  • Um den Vergleich zwischen einer ökologisch und einer konventionell bewirtschafteten Fläche ziehen zu können, bietet es sich an, mit einer Parallelklasse zu kooperieren: Eine Lehrkraft besucht mit einer Hälfte der Schülerinnen und Schüler einen Biohof, die andere mit den andern Hälfte einen konventionellen Betrieb. Die Bearbeitung der Klassenaufgaben kann dann wieder im Klassenverbund erfolgen.
  • Im Kunstunterricht kann mit verschiedener Erde gemalt und gestaltet werden. Farbe und Struktur der unterschiedlichen Böden werden so intensiv deutlich. Hierzu sollten verschiedene Erden, Papier, Pinsel und Spachtel zur Verfügung stehen.
  • Die Bewirtschaftung eines eigenen Schulgartens macht die Bedeutung des Bodens für das Pflanzenwachstum noch deutlicher. Ein kleines Gemüse- oder Kräuterbeet kann hierfür schon ausreichend sein. Viele Ideen und Tipps finden Sie auch in der Unterrichtseinheit Natur pur im Schul-Nutzgarten.

Schulwettbewerb "ECHT KUH-L!"

Echt KUH-L Grafik

"Klima. Wandel. Landwirtschaft. – Du entscheidest!"

 

"Echt kuh-l"

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