Methodisch-didaktische Hinweise

Empfohlene Fächer

Biologie, Ernährungslehre, Hauswirtschaftslehre, Sozialkunde

Lehrplanbezug

Die Unterrichtseinheit weist viele Bezüge zu den Bildungsplänen der Sekundarstufe I der Länder auf. Die Arbeitsmaterialien lassen sich individuell an Lernstand und Arbeitsweise der jeweiligen Schulform und Jahrgangsstufe anpassen.

Für die Umsetzung der Einheit in der Sekundarstufe I bietet sich die Anknüpfung an einen Themenkomplex wie "Gesundheits- und umweltbewusstes Leben" an.

Kompetenzziele

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • werden sich über ihren eigenen Konsum- und Ernährungsstil bewusst.
  • erarbeiten die wesentlichen Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils.
  • erarbeiten eigenständig Fachinformationen.
  • erarbeiten Fragebögen und führen Umfragen durch.
  • recherchieren Informationen aus verschiedenen Medien.
  • ordnen (Online-)Quellen kritisch ein.
  • entwickeln Strategien um das Gelernte im eigenen Verhalten zu verankern.

Unterrichtsskizze

Einstieg

Zur Einstimmung auf das Thema bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit den Fragebogen im Arbeitsauftrag A 1. Anschließend lesen sie den Sachtext T 1. Dieser Text bildet die Grundlage für die folgenden Arbeitsaufträge, daher sollten die Schülerinnen und Schüler ihn sich zum Nachlesen bereithalten.

Erarbeitung

Die Arbeitsaufträge A 2 bis A 7 werden im Rahmen der Wochenplanarbeit behandelt. Je nach Leistungsstand der Klasse und individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler können die Arbeitsaufträge differenziert werden.

Sind die Schülerinnen und Schüler bereits mit der Wochenplanarbeit vertraut, können die Arbeitsaufträge gesammelt ausgegeben werden. Andernfalls sollten die Aufträge einzeln pro Woche verteilt und die Bearbeitung besprochen werden.

Ob Aufgaben in Einzel- oder Gruppenarbeit durchgeführt werden sollen, liegt im Ermessen der Lehrkraft. Insbesondere für die Entwicklung von Fragebögen und ähnlichem bietet es sich jedoch an, die Schülerinnen und Schüler in Gruppen arbeiten zu lassen. Im Gespräch mit den Mitschülerinnen und Mitschülern entwickeln sich zumeist die besseren Ideen.

Recherchen und Umfragen, die an außerschulischen Orten durchgeführt werden müssen (Supermarkt, Wochenmarkt, Familie, Nachbarschaft, ...) können als Hausaufgaben in die Wochenplanarbeit eingebunden werden.

Zu Beginn der Erarbeitungsphase sollte für das Recherchieren noch einmal erklärt werden, wo die Schülerinnen und Schüler an seriöse Informationen kommen und wie sie die Informationen von verschiedenen Quellen vergleichen und dabei kritisch hinterfragen.

In welcher Form die Lösungen der Aufgaben dargestellt werden sollen, wird in den Arbeitsaufträgen nicht festgelegt. Die Lehrkraft kann dies vor dem Kopieren und Verteilen der Aufträge ergänzen. Es kann jedoch auch zusammen mit den Schülerinnen und Schülern über eine ansprechende Darstellung der Ergebnisse beraten und abgestimmt werden. Möglich wären zum Beispiel folgende Darstellungen und Ergebnisaufbereitungen:

  • Jeder Arbeitsauftrag wird von einer Schülergruppe in Form einer Wandzeitschrift aufbereitet. Die Gruppen werden zu Beginn festgelegt. Jede Schülerin und jeder Schüler bearbeitet zwar alle Arbeitsaufträge, je eine Gruppe muss jedoch einen Arbeitsauftrag ansprechend für die Klasse darstellen.
  • Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt eine eigene Checkliste für seinen Einkauf "Ich achte beim Einkaufen auf ...".
  • Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Portfolio. Das Thema "Nachhaltig konsumieren" stellt die Richtschnur dar, die Arbeitsaufträge sind der Pflichtteil. Die Schülerinnen und Schüler ergänzen diese eigenständig um vertiefende Ausarbeitungen.

Sicherung

Zu Sicherung des Erlernten besorgt die Lehrkraft einen Einkaufskorb gefüllt mit verschiedenen Produkten: einige der Produkte entsprechen den gelernten Grundsätzen für einen nachhaltige Ernährung, andere weniger oder gar nicht. Die Schülerinnen und Schüler schauen sich den Einkauf an und diskutieren darüber:

  • Inwieweit entsprechen die eingekauften Lebensmittel den erlernten Grundsätzen?
  • Welche Lebensmittel aus dem Einkaufskorb sollten nicht gekauft werden?
  • Was wären bessere Alternative?
  • Inwieweit lassen sich alle Grundsätze befolgen?
  • Welche Grundsätze will jeder Einzelne in seinen Alltag integrieren?
  • Was ist für die Schülerinnen und Schüler nicht praktikabel und warum?
  • ...

Entscheidend ist innerhalb der Diskussion, die Schülerinnen und Schüler mit der Frage zu konfrontieren, ob sich an ihrem Konsumverhalten im Vergleich zum Beginn der Einheit etwas verändert hat und warum.

Zeitaufwand für die Unterrichtsdurchführung

In Abhängigkeit von den gewählten Sozialformen und dem Wissensstand der Schülerinnen und Schüler kann diese Unterrichtseinheit in den Wochenplan von drei bis fünf Wochen integriert werden. Zusätzlich sollten für Einstieg und Sicherung jeweils eine Doppelstunde eingeplant werden.

Materialbedarf

  • Kopien des Sachtextes T 1
  • Kopien der Arbeitsaufträge A 1 bis A 7
  • Computer mit Internetzugang und Datenverarbeitungsprogramm
  • Lexika und Atlanten
  • Einkaufskorb mit verschiedenen Lebensmitteln

Ideen und Anregungen

  • Um die Wirkung von langen Transportwegen auf den Nährstoffgehalt deutlich zu machen, können die Schülerinnen und Schüler den Vitamin C-Gehalt von Obst und Gemüse untersuchen. Entsprechende Teststäbchen sind zum Beispiel in Apotheken erhältlich. Dieser Versuch kann in Kooperation mit der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer für Chemie durchgeführt werden.
    Materialien und Hilfsmittel: Teststäbchen zur Messung des Vitamin C-Gehalts, Obst oder Gemüse (zum Beispiel Äpfel aus der Region und aus Neuseeland)
  • Ergänzend zur Thematik "Saisonale Produkte" können die Schülerinnen und Schüler sich über Konservierungsverfahren informieren. Hier wären zum Beispiel Interviews mit Großeltern denkbar. Im Chemieunterricht können zudem die Konservierungsverfahren ausprobiert werden: mikrobielle Gärung, Trocknung, Zuckern, Säuern, Salzen, ...
  • Die Frage, worauf beim Einkauf geachtet werden soll, kann in einem Expertengespräch bearbeitet werden. Mögliche Ansprechpartner sind die Referenten der lokalen Verbraucherzentralen.
  • Die Ergebnisse, Artikel, Kommentare usw. aus den Arbeitsaufträgen können im Internet, der Schülerzeitung oder in Form einer Ausstellung präsentiert werden. Eine Online-Präsentation ist beispielsweise über www.unsere-schule.de, www.lo-net2.de oder www.primolo.de möglich.

Schulwettbewerb "ECHT KUH-L!"

Echt KUH-L Grafik

"Klima. Wandel. Landwirtschaft. – Du entscheidest!"

 

"Echt kuh-l"

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