Biopflanzenbau

├ľkologischer Pflanzenbau

Eine Pflanze braucht zum Wachsen Licht, Luft und Wasser sowie verschiedene N├Ąhrstoffe. Das h├Ârt sich erstmal einfach an und in der freien Natur wachsen und gedeihen Pflanzen ganz ohne menschliche Hilfe. M├Âchte man aber im Garten oder auf dem Acker zum Beispiel Gem├╝se oder Getreide anbauen, geht das nicht ohne unsere Hilfe. Denn Sch├Ądlinge und Unkr├Ąuter schw├Ąchen die Pflanzen und es gibt auf Dauer nicht gen├╝gend N├Ąhrstoffe zum Wachsen. Dies schr├Ąnkt den Ertrag, also die Erntemenge, ein.

In den EU-Rechtsvorschriften f├╝r den ├Âkologischen Landbau ist unter anderem genau geregelt, wie Biob├Ąuerinnen und ÔÇôbauern ihre Pflanzen d├╝ngen und vor Sch├Ądlingen sch├╝tzen d├╝rfen. Umweltschutz spielt dabei eine wichtige Rolle, daher sind im ├Âkologischen Landbau zum Beispiel leicht l├Âsliche D├╝ngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt. Aber wieso wachsen die Pflanzen auf Bio├Ąckern trotzdem? Und werden ohne Pflanzenschutzmittel nicht alle Pflanzen krank?

M├Âglichst geschlossener Betriebskreislauf

Das Grundprinzip des ├Âkologischen Landbaus ist ein m├Âglichst geschlossener Betriebskreislauf. Das hei├čt, dass m├Âglichst wenig Betriebsmittel - das sind zum Beispiel D├╝nge- und Pflanzenschutzmittel oder Tierfutter - zugekauft werden. Dies funktioniert dann besonders gut, wenn Landwirtinnen und Landwirte auf ihrem Hof nicht nur Ackerbau betreiben, sondern auch Tiere halten. Die Tiere fressen das Futter, welches auf dem Betrieb angebaut wird und den Mist, den die Tiere produzieren, bringen die Biob├Ąuerinnen und -bauern als D├╝nger auf dem ├äckern aus. Dort werden dann wieder Pflanzen f├╝r die Ern├Ąhrung von Mensch und Tier angebaut. Dieses System nennt man "Kreislaufwirtschaft".

Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit

Eine hohe Bodenfruchtbarkeit ist die Grundlage des ├Âkologischen Landbaus. Ein fruchtbarer Boden enth├Ąlt viel organische Substanz, also lebende Pflanzenwurzeln und Bodenorganismen sowie abgestorbene und umgewandelte Reste von Pflanzen und Tieren. Bodenlebewesen bauen die abgestorbene organische Substanz ab. Dadurch werden die darin enthaltenen N├Ąhrstoffe f├╝r die Pflanzen freigesetzt. Zur Erhaltung oder Erh├Âhung der Bodenfruchtbarkeit bauen Biolandwirtinnen und -landwirte Pflanzen in die Fruchtfolge ein, die viel organische Substanz im Boden hinterlassen. Au├čerdem d├╝ngen sie ihre B├Âden mit organischen D├╝ngern wie Stallmist, Stroh, Ernter├╝ckst├Ąnden und Kompost, die viel organische Substanz enthalten.  

Fruchtfolge

Biob├Ąuerinnen und Biobauern bauen auf einem Ackerst├╝ck nicht immer die gleichen Kulturpflanzen an, sondern verschiedene Pflanzen in einem regelm├Ą├čigen Wechsel. Dies nennt man Fruchtfolge.

Die Fruchtfolge wird so gew├Ąhlt, dass die Wirkungen der ersten Pflanzenart mit den Anspr├╝chen der nachfolgenden m├Âglichst gut abgestimmt sind. Manche Pflanzen stellen zum Beispiel Stickstoff f├╝r die folgende Kultur zur Verf├╝gung, sie lockern den Boden besonders gut oder sie verhindern die Ausbreitung von Krankheiten und Sch├Ądlingen.

Pflanzenschutz im ├Âkologischen Landbau

W├Ąhrend ihres Wachstums werden Pflanzen oft durch andere Lebewesen geschw├Ącht: Insekten knabbern an K├Ârnern und Fr├╝chten, Larven nagen an Wurzeln, Unkr├Ąuter nehmen ihnen den Platz weg oder es siedeln sich winzige Pilze auf ihren Bl├Ąttern an und klauen ihnen wichtige N├Ąhrstoffe. Auf einem Acker mindern solche Sch├Ądlinge und Unkr├Ąuter den Ertrag, also die Menge, die geerntet werden kann. Da chemische Pflanzenschutzmittel im ├Âkologischen Landbau verboten sind, wenden Biob├Ąuerinnen und -bauern verschiedenen Ma├čnahmen an, um die Kulturpflanzen widerstandsf├Ąhig und gesund zu halten. Dazu geh├Ârt zum Beispiel die Auswahl von robusten Sorten, eine schonende Bodenbearbeitung, eine g├╝nstige Fruchtfolge oder die richtige D├╝ngung.

Treten trotzdem Krankheiten oder Sch├Ądlinge auf, k├Ânnen zu ihrer Abwehr die in den EU-Rechtsvorschriften aufgelisteten Pflanzenschutzmittel benutzt werden. Gegen Unkr├Ąuter werden Maschinen eingesetzt, die die Unkr├Ąuter ausrei├čen, zum Beispiel Hackmaschinen oder Striegel. Au├čerdem werden N├╝tzlinge eingesetzt, die bestimmte Sch├Ądlinge fressen und den Befall dadurch geringhalten.

Im ├Âkologischen Landbau sind chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht l├Âsliche D├╝ngemittel verboten. Im ├Âkologischen Landbau wird ein m├Âglichst geschlossener Betriebskreislauf angestrebt.


Letzte Aktualisierung 27.04.2017

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