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Kakao

Kakaoafrüchte am Baum. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Schokolade ist wohl das Beste, was einer Kakaobohne passieren kann. Foto: GEPA - The Fair Trade Company

Schokolade wächst bekanntlich nicht an Bäumen, wohl aber die Zutat, ohne die Schokolade nicht denkbar wäre: Kakao. Die Heimat des Kakaobaumes ist der tropische Regenwald.

Wie die Bananen verträgt auch der Kakao nicht den Anbau in der prallen Tropensonne. Kakaobäume, die nach Bioregeln bewirtschaftet werden, wachsen in Mischkultur, teilweise auch zusammen mit Bananenstauden. Hohe Kokospalmen spenden den nötigen Schatten im Regenwald. Die Kleinbauern, die ihr Einkommen mit dem Verkauf des Kakaos verdienen, können für ihren eigenen Bedarf auch Obst und Gemüse zwischen den Kakaobäumen pflanzen.

Die Bestäubung der Blüten übernehmen nicht wie bei vielen anderen Nutzpflanzen die Bienen, sondern eine kleine Mückenart. Die Früchte des Kakaobaumes sind je nach Sorte gelb, orange oder violett und sehen aus wie Rugby-Bälle. Sie werden etwa 25 Zentimeter groß.

Die reifen Früchte werden mit der Machete von den Bäumen geschlagen. Mit einem gezielten Machetenschlag werden die harten Kakaofrüchte aufgeschlagen. Im Fruchtfleisch befinden sich etwa 20 bis 60 bohnenförmige Samen, die Kakaobohnen. Das Fruchtfleisch, die Fruchtpulpe, ist eine glibberige, süße Masse. In den Ländern, in denen Kakaobohnen angebaut werden, wird die Fruchtpulpe von den Kindern gerne als Süßigkeit genascht.

Die rohen Kakaobohnen müssen nun in einem dunklen, warmen Raum vier bis fünf Tage gären. Erst dabei entwickelt sich das typische Kakaoaroma. Die vergorenen Samen werden ausgebreitet und in der Sonne getrocknet.

In Säcke verpackt wird dieser Rohkakao mit dem Schiff nach Deutschland oder in andere Länder gebracht, wo sie dann weiter verarbeitet werden. Aus dem Rohkakao werden Kakaomasse und Kakaobutter als Zutat für Schokolade gemacht. Außerdem wird aus den Bohnen auch das Kakaopulver hergestellt.

Unser Linktipp: www.schoko-seite.de

Letzte Aktualisierung: 16.11.2010