Bildung und Beratung


Hintergrund

Kornblumenblüte mit Schwebfliege am Ackerrand. Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Klassisches Vorbild heutiger Mischkulturen ist der Bauerngarten – ein buntes Nebeneinander von Gemüse, Kräutern und Zierpflanzen. Mischkulturen gibt es jedoch schon viel länger. Beispielsweise wurden vor über tausend Jahren schon Reispflanzen mit einem Algenfarn in Mischkultur angebaut, um das Wachstum unerwünschter Pflanzen im Reisfeld zu unterdrücken.

Eine weitere klassische Mischkultur ist der gemeinsame Anbau von Karotten und Lauch. Sie harmonieren gut und werden weniger von Schädlingen heimgesucht.

Aufgrund der notwendigen, umfangreichen Planung und der zusätzlichen Arbeiten bei Anbau und Ernte finden sich heute im Erwerbsgartenbau relativ selten Betriebe, die in Mischkultur anbauen. Der ökologische Land- und Gartenbau hat diese Form der Bewirtschaftung für sich jedoch wieder entdeckt: Mischkulturen nutzen die natürlichen Eigenschaften aller Pflanzen innerhalb der Pflanzengesellschaft. Auf diese Weise werden ein naturnahes Gleichgewicht und damit bessere Wachstumsbedingungen für die Nutzpflanzen erreicht. Eingriffe durch  Pflanzenschutzmaßnahmen etc. sind daher nicht so oft nötig. Diese Art der Bewirtschaftung kommt also dem ökologischen Leitgedanken sehr nahe. 

Mit der Unterrichtseinheit entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Gespür für die möglichen Einwirkungen von Pflanzen auf andere Pflanzen. Sie lernen, worauf bei einer Mischkulturplanung zu achten ist. 
Mehr zum Thema ökologischer Gemüsebau