Bildung und Beratung


Biobackwaren bewerben und verkaufen

Einordnung

Empfohlene Fächer

Marketing und Verkauf

Rahmenlehrplanbezug

Die Einheit orientiert sich an den Inhalten der folgenden Rahmenpläne zur Berufsausbildung:

  • Bäcker/Bäckerin: 1. Ausbildungsjahr, Lernfeld 3: Gestalten, Werben, Beraten und Verkaufen; 3. Ausbildungsjahr; Lernfeld 13: Planen und Durchführen einer Aktionswoche
  • Konditor/Konditorin: 1. Ausbildungsjahr, Lernfeld 3: Gestalten, Werben, Beraten und Verkaufen; 3. Ausbildungsjahr, Lernfeld 14: Planen und Durchführen einer Aktionswoche

In abgewandelter Form kann die Einheit auch im Unterricht für andere ernährungswirtschaftliche Fachrichtungen der Beruf- und Fachschulen eingesetzt werden.

Hintergrundinformationen

Neben dem Herstellen von (Bio-)Backwaren gehört auch das Verkaufen zur Ausbildung von Bäckerinnen und Bäckern und Konditorinnen und Konditoren. Denn der Erfolg eines Produktes beruht nicht alleine auf der Qualität seiner Zutaten und einer breiten Distribution, sondern ebenso auf einer zielgerichteten Kundenansprache. Wird das Produkt so positioniert, dass die Wünsche des Kunden erfüllt werden, kann es ökonomischen Erfolg bringen.

Grundsätzlich gelten für Bioprodukte dieselben Regeln und dieselben Effekte des Marketings wie für konventionelle Produkte. Da Bioprodukte durch ihr Image und die besonderen Produkteigenschaften jedoch oftmals eine besonders klare Kundenansprache ermöglichen und benötigen, bieten sie sich an, um das Thema "Vermarktung und Verkauf" im Unterricht zu behandeln.

Beim Bewerben und Verkaufen von Bioprodukte sollten einige Dinge berücksichtigt werden:

  • Über die reine "Biobotschaft" hinaus kann ein Mehrwert des Produkts vermittelt werden, indem Aspekte wie Geschmack, Gesundheitswert (unter anderem durch Verzicht auf Zusatzstoffe), hohe Produktsicherheit, Zubereitungsmöglichkeiten, Regionalität/Saisonalität, ... hervorgehoben werden.
  • Die Motive des Kunden ein Bioprodukt zu wählen, sollten beim Bewerben berücksichtigt werden. So zeigt das Ökobarometer 2012, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere auf tiergerechte Haltung und niedrige Schadstoffbelastungen ihrer Produkte wertlegen und daher vermehrt zu Biolebensmitteln greifen.
  • Ein Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher, die Bioprodukte kaufen, wünschen sich laut Ökobarometer 2012 zudem weitergehende Informationen zu Biolebensmitteln und würden vermehrt Bioprodukte kaufen, wenn sie mehr über Hintergründe und Auswirkungen des ökologischen Landbaus informiert würden (71 Prozent). Informatives Bewerben von Bioprodukten fällt folglich auf fruchtbaren Boden.

Tipps zu Marketing und Verkauf von Bioprodukte finden Sie auch hier im Portael unter Marketing und im Händlerbereich.