Pro Bio - Kundeninformation in der Fleischerei

Material: Pro Bio - Kundeninformation in der Fleischerei

Rahmenlehrplanbezug

Die Einheit orientiert sich an den Inhalten des Rahmenlehrplans zur Berufsausbildung zur Fleischerin/zum Fleischer.

1. Ausbildungsjahr, Lernfeld 5: Informieren über Fleischereiprodukte

Hintergrundinformationen

Neben dem Herstellen von (Bio-)Wurst- und Fleischwaren gehört auch das Verkaufen zur Ausbildung im Fleischerhandwerk. Denn der Erfolg eines Produktes beruht nicht alleine auf der Qualität seiner Zutaten und einer breiten Distribution, sondern ebenso auf einer zielgerichteten Kundenansprache. Ob ein Biosortiment als Voll- oder Teilangebot erfolgreich ist oder nicht, hängt in entscheidendem Maße von den Kenntnissen und dem Auftreten des Verkaufspersonals ab.

Viele Kundinnen und Kunden sehen bei Fleisch- und Wurstwaren in Bioqualität lediglich den höheren Preis, wissen aber nicht, wie es zu diesem kommt und womit dieser gerechtfertigt ist. Wenn eine Fleischerin oder ein Fleischer Bioprodukte anbieten möchte, ist es daher unabdingbar, dass das Verkaufspersonal gut erläutern und beraten kann.

Das Ökobarometer 2012 liefert einen weiteren wichtigen Grund für die Bedeutung einer guten Kundeninformation im Biobereich: Ein Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher wünscht sich weitergehende Informationen zu Biolebensmitteln und würde vermehrt Bioprodukte kaufen, wenn besser über Hintergründe und Auswirkungen des ökologischen Landbaus informiert würde (71 Prozent).

Grundsätzlich gelten für Bioprodukte dieselben Regeln und dieselben Effekte des Marketings wie für konventionelle Produkte. Da Bioprodukte durch ihr Image und die besonderen Produkteigenschaften jedoch oftmals eine besonders klare Kundenansprache ermöglichen und benötigen, bieten sie sich an, um das Thema "Vermarktung und Verkauf" im Unterricht zu behandeln.

Beim Bewerben und Verkaufen von Bioprodukten sollten einige Dinge berücksichtigt werden:

  • Über die reine "Biobotschaft" hinaus kann ein Mehrwert des Produkts vermittelt werden, indem Aspekte wie Geschmack, Gesundheitswert (unter anderem durch das Weglassen, beziehungsweise die eingeschränkte Zugabe von Zusatzstoffe), hohe Produktsicherheit, Zubereitungsmöglichkeiten, Regionalität/Saisonalität, ... hervorgehoben werden.
  • Die Motive des Kunden, ein Bioprodukt zu wählen, sollten beim Bewerben berücksichtigt werden. So zeigt das Ökobarometer 2012, dass viele Verbraucher insbesondere auf tiergerechte Haltung und niedrige Schadstoffbelastungen ihrer Produkte Wert legen und daher vermehrt zu Biolebensmitteln greifen.

Tipps zu Marketing und Verkauf von Bioprodukten finden Sie auch unter Marketing im Verarbeiterbereich und im Händlerbereich von Oekolandbau.de.

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