Hessische Staatsdomäne Frankenhausen

Hessische Staatsdomäne Frankenhausen: Modellbetrieb und Biohof

Vielfalt und Forschung – das kennzeichnet die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen. Die Domäne soll als „gläserner Betrieb“ ein Modell für ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften in der Region sein.

Die Hessische Staatsdomäne liegt in der landwirtschaftlich begünstigten Hofgeismarer Rötsenke bei Kassel. Der 320 Hektar umfassende Betrieb wurde 1998 von der Universität Kassel gepachtet und wird seitdem ökologisch bewirtschaftet. Über 40 Hektar stehen exklusiv für Feldversuche zur Verfügung.


Der Hof

Hessische Staatsdomäne Frankenhausen
Domäne Frankenhausen 1
34394 Grebenstein 
Hessen 

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-039

Tel.: 0561 804-14 20 / Fax: -14 47

E-Mail: domaene@uni-kassel.de
Internet: www.uni-kassel.de/agrar/dhf

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

207 ha Ackerland, 39 ha Grünland, 24 ha Blühund Naturschutzflächen

Kühe

100 Milchkühe mit Nachzucht

Hühner

600 Legehennen


Kühe für Milch und Fleisch

Die Domäne hält 100 Milchkühe der gefährdeten Zweinutzungsrasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Die Tiere tragen Hörner, erhalten kein Kraftfutter und leben mit Nachzucht und hofeigenen Deckbullen in geräumigen Ställen mit Liegeboxen und viel Stroh. Die Milch geht zur Weiterverarbeitung an die Upländer Bauernmolkerei. Außerdem leben auf dem Hof 600 Legehennen in sommermobiler Haltung, die ebenfalls einer Zweinutzungsrasse angehören.

Vielfalt auf dem Acker

Mehr als zehn verschiedene Feldfrüchte haben in der Frankenhäuser Fruchtfolge ihren Platz. Neben der Erzeugung von Grundfutter (Klee/Luzernegras) und Getreide wird im Ackerbau hauptsächlich gut lagerfähiges Feldgemüse angebaut: Möhren, Kartoffeln, Rote Bete und Zwiebeln. Weitere Flächen dienen dem landwirtschaftlichen Versuchswesen sowie Blüh- und Naturschutzbereiche der Biotopvernetzung. So finden Rebhühner, Feldhasen und Vögel wie die Lerche Schutz und Nahrung. Der Hofladen im frisch renovierten Amtshaus bietet auf 60 Quadratmetern ein vielseitiges Bio-Sortiment mit Schwerpunkt auf eigenen und regionalen Erzeugnissen. Der Rest des historischen Gebäudes dient als Seminarhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten und kann für Tagungen, Workshops oder Freizeiten gemietet werden. Außerdem lädt die GemüseSelbstErnte zum Gärtnern ein. Hier können Interessierte ihr eigenes Gemüse pflanzen, ernten und genießen. Ab Mitte Mai werden Parzellen gegen Zahlung eines einmaligen Saisonbeitrages abgegeben. Mehr dazu auf der Website.

Hofladen geöffnet: Legehennen Do / Fr 10 bis 18 Uhr Sa 10 bis 14 Uhr

Forschung für die Praxis

In Zusammenarbeit mit der Uni Kassel finden regelmäßig Versuche in den Bereichen Acker- und Pflanzenbau, Tierhaltung und -fütterung statt – mit besonders nützlichen und relevanten Forschungsergebnissen für die Praxis im Ökolandbau. Interessierte Besucherinnen und Besucher können nach Absprache Einblicke in die Arbeit auf der Domäne und die Forschungsergebnisse erhalten.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Gemischtbetrieb
  • Betriebsfläche: 320 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 229 ha Ackerland und 36 ha Grünland. Die restliche Nutzfläche ist unterverpachtet oder steht dem Versuchswesen zur Verfügung.
  • Fruchtfolge/Sortenspiegel: 2-jähriges Ackerfutter (Luzerne/Kleegras), Kartoffeln, Möhren, Silomais, Getreidebau zur Saatgutvermehrung
  • Tierhaltung: 100 Milchkühe im Zuchtbestand (Schwarzbuntes Niederungsrind), 670 Legehennen
  • Anbauverband: Bioland / Naturland
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-HE-039-0040-ABD

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

 Betriebsinfos in einem Faltblatt.

Letzte Aktualisierung 20.11.2020

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