Hof Apfeltraum

Hof Apfeltraum: Bioküche für Klein und Groß

Der Hof Apfeltraum in Müncheberg östlich von Berlin macht seinem Namen alle Ehre. Hier wird in der Bioküche "Viva" der Traum von gesunder Ernährung für Kinder und Mitarbeiter wahr. Weitere Meilensteine für mehr Wissen rund um Bio bieten Feld und Besuchstage, an denen Kindergartenkinder, Schüler und Erwachsene alles ansehen, aber auch säen, ernten und probieren können. Kochkurse vermitteln Kochkünste mit Hofprodukten.

Regional und ökologisch genießen

Nach dem Umbau einer alten Scheune auf dem Hofgelände hat der Koch Mario Schoenecker seinen ganz persönlichen Traum verwirklicht: Er ist Pächter der Bioküche "Viva", wo er seit 2008 zusammen mit seiner Tochter Maria biologische Köstlichkeiten zaubert. Das dort verarbeitete Gemüse stammt direkt vom Hof Apfeltraum, einer Hofgemeinschaft, die aus mehreren landwirtschaftlichen Betrieben besteht. Neben der Gärtnerei Apfeltraum, die frisches Gemüse produziert, gibt es den Apfeltraum Feldbau. Hier werden Getreide und Kartoffeln für den Großhandel erzeugt. Die Mutterkuhherde, ein paar Schafe und zwei Ziegen gehören zur Apfeltraum Tierhaltung, einem kleinen Familienbetrieb. Die Tiere werden an das Unternehmen "Wünsch Dir Mahl", ebenfalls in Müncheberg gelegen, verkauft. Zur Hofgemeinschaft gehören außerdem noch die Baumschule, die Imkerei und die Abo-Kiste Apfeltraum. "Wirtschaftlich macht es Sinn, dass unsere Hofgemeinschaft so viele Betriebszweige hat. Die Vielfalt auf unserem Hof lebt von den vielen Beziehungen", schwärmt Jakob Ganten, Vorstand der Apfeltraum AG. Er unterstützt die Apfeltraum AG ehrenamtlich. "Am stärksten sind die Bauern involviert", merkt er anerkennend an.

Wirtschaftlich macht es Sinn, dass unsere Hofgemeinschaft so viele Betriebszweige hat. Die Vielfalt auf unserem Hof lebt von den vielen Beziehungen.

Maria und Mario Schoenecker kochen nicht nur für das Team des Hofs Apfeltraum, sondern auch für einige Mitarbeiter des nahe gelegenen Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und einen Kindergarten. Gut 50 Essen werden täglich montags bis freitags von Vater und Tochter zubereitet.

In den Topf kommt – wann immer verfügbar – ausgereiftes, regionales und nach Demeter-Richtlinien produziertes Gemüse. Je nach Jahreszeit sind das beispielsweise Möhren, Zwiebeln, Pastinaken und Kräuter, aber auch Salate (Kopf- und Feldsalate), Spinat, Tomaten und Kartoffeln. Auch das zubereitete Fleisch stammt überwiegend von Tieren der eigenen Mutterkuhherde. Über einen regionalen Großhändler werden neben Trockenprodukten, wie beispielsweise Nudeln, Reis und Gewürze auch Milch zugekauft. Eine eigene Milchviehherde gibt es auf dem Hof Apfeltraum noch nicht. "Die ergänzenden Produkte haben selbstverständlich Bioqualität und stammen weitestgehend aus der Region", so Mario Schoenecker.

Frisch auf den Tisch: Abokisten für Kindergärten

Etwa zehn Kindergärten der Umgebung, in denen selbst gekocht wird, beliefert der Hof Apfeltraum mit Abokisten voller regionaler Gemüsesorten und anderen Naturkostprodukten. "Die Kitas sind eine wichtige Gruppe für die Abokiste", unterstreicht Jakob Ganten. Neben Produkten vom Hof Apfeltraum stecken auch Obst, Gemüse und Eier von weiteren Biobetrieben aus demselben Landkreis in der Kiste, die das ganze Jahr über geliefert wird.

Die Kindergartenkinder können das regionale Gemüse nicht nur genießen, sondern erfahren auch, woher es kommt. Einmal im Monat findet zum Beispiel für die Kinder aus Müncheberg ein Feldtag statt. Je nach Saison können sie an einem solchen Feldtag säen, ernten und vor allem das frische Gemüse vor Ort probieren.

Auch Schüler sind herzlich eingeladen, den Hof zu besichtigen. "Wir freuen uns über alle Kinder", berichtet Ganten mit einem Leuchten in den Augen. Die Schüler erhalten bei einem Schülerpraktikum Einblicke in das Leben auf einem Bauernhof. Welches Gemüse wächst in unserer Region? Was fressen Rinder am liebsten? Und warum scharren Hühner im Sand? Diese und viele andere Fragen können direkt vor Ort beantwortet werden.

Wir freuen uns über alle Kinder.

Gemüse selbst anbauen und verarbeiten

Manche Kitas oder Privatpersonen möchten auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon Gemüse selbst anbauen: Sie können sich bei der Apfeltraum Gärtnerei Jungpflanzen kaufen. Jedes Jahr findet am 1. Mai der Jungpflanzentag auf dem Hofgelände statt. Wer an dem Tag keine Zeit findet, hat die Möglichkeit, sich über den Online-Versand von Manufaktum die Jungpflanzen der hofeigenen Gärtnerei direkt nach Hause zu bestellen. Dann heißt es nur noch: einpflanzen, gießen und genießen.

Alle Gärtner, die nach der Ernte ihr Gemüse zu einem Gericht verarbeiten wollen, können auf dem Hof Apfeltraum in der Bioküche "Viva" an einem von mehreren Kochkursen im Jahr teilnehmen. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Köchinnen und Köche aus Kindergärten sind herzlich willkommen. Workshops und Weiterbildungsseminare durch externe Referenten und Hofrundgänge mit Blick auf den Anbau ökologischer Lebensmittel runden eine solche Veranstaltung ab. "Bei einigen Köchinnen und Köchen wird so das Interesse geweckt, regionale und ökologisch erzeugte Produkte auch zukünftig in der eigenen Kita-Küche zu verwenden", berichtet Jakob Ganten.


Betriebsporträt: Hof Apfeltraum

In der Märkischen Schweiz, etwa 50 km östlich von Berlin gelegen, wirtschaftet der Biohof seit Anfang der 90er Jahre nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Landbaus. Gut 20 Menschen arbeiten hier in verschiedenen Betrieben: In der Apfeltraum Gärtnerei, im Apfeltraum Feldbau, der Tierhaltung und Imkerei, in der Baumschule und für die Abokiste Apfeltraum.
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Letzte Aktualisierung 15.04.2014

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