Quellenhof: Advent mit Glühwein und Kartoffelpuffer

Quellenhof: Advent mit Glühwein und Kartoffelpuffer

Am zweiten Adventswochenende ist Weihnachtsmarkt in Steinbach bei Frankfurt. Die besten Kartoffelpuffer gibt es auf dem Quellenhof. Dazu heizt Glühwein oder warmer Apfelsaft von innen ein. Einen ökologischen Weihnachtsbaum und den Festtagsbraten können die Gäste auch gleich kaufen.

"Bio" ist nur für etwa die Hälfte der Gäste der Hauptgrund, warum sie am Stand des Quellenhofes Glühwein, heißen Apfelwein oder Apfelsaft bestellen. Viele kommen einfach, weil es ihnen schmeckt: "Nicht so süß", "Davon bekommt man keinen dicken Kopf", "Es schmeckt und ist ein gemütliches Eckchen hier", berichten die Kunden. Sie schneien zufällig vorbei. Denn der Demeter-Hof liegt mitten im Getümmel des Steinbacher Weihnachtsmarkts. Es hat ein wenig geschneit und ist knackig kalt – genau richtig, um in Festtagslaune zu kommen.

Tradition und Weihnachtstrubel

Der 250 Jahre alte Quellenhof macht mit beim Weihnachtstrubel, bietet aber gleichzeitig ein wenig Schutz davor. Im gemütlichen Innenhof des Betriebs gibt es neben Glühwein und Co. goldgelbe, köstlich duftende Kartoffelpuffer. Zieht der Duft hinaus oder spricht es sich draußen herum, wie lecker die Puffer sind? Die Schlange wird jedenfalls länger und länger. Eine halbe Stunde anstehen, bei sechs Grad minus: Diese Biopuffer sind es den Steinbachern wert. Kein Wunder, denn alles, was darin steckt, ist selbstverständlich aus eigener Ernte. Die Kartoffeln der Sorte Gunda haben eine so dünne Schale, dass sie mit gerieben werden kann. Das erleichtert den Machern die Arbeit und bringt den Kunden mehr gesunde Inhaltsstoffe. Zu den Puffern gibt es wahlweise Quark oder Apfelmus, der von den Streuobstwiesen des Hofes kommt. Aromatisch. Ein Gedicht. Wie einfach gutes Essen doch sein kann!

Wer seine Portion ergattert hat, kann an Tischen reden, essen und vielleicht auch schon mal nach einem Weihnachtsbaum Ausschau halten. 250 Tannen und Fichten in den unterschiedlichsten Größen sind im Angebot, wie alles hier selbstverständlich in Bioqualität. Die Bäume kommen aus dem Hochsauerland vom Bio-Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel. Sie werden ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Wachstumsregulatoren angebaut.

Erlebniseinkauf in der Scheune

Wem inzwischen trotz Glühwein kühl geworden ist, der kann sich auch drinnen aufwärmen. In der ehemaligen Scheune des Quellenhofs haben die Besitzer über dem neuen Hofladen ein großzügiges Café eingerichtet. Der Schwerpunkt des Ladens lautet "biodynamische Frische". Hier gibt es Sellerie, Rettich, verschiedene Kohlsorten, Möhren, Pastinaken, Rote Bete; alles selbst gezogen und geerntet. Ein Hektar der insgesamt 17 Hektar des Quellenhofes dient dem Gemüsebau. Angebaut werden auch besondere Kulturen wie der Haferwurz, eine weißliche Wurzel, die der Schwarzwurzel ähnelt. Ihr Aroma ist aber ungleich feiner, deshalb wird sie auch Gemüseauster genannt. Den Festtagsbraten gibt's ebenfalls im Hofladen: Zehnmal im Jahr wird ein Rind geschlachtet. In der Weihnachtszeit zweimal, denn dann ist die Nachfrage groß; Vorbestellung ist empfehlenswert. Die Kunden schätzen es sehr, zu wissen, wo Fleisch, Gemüse und Getreide herkommen. "99 Prozent von dem, was wir anbauen, verkaufen wir in unserem Hofladen", erklärt der Hausherr Gerhard Heinrich nicht ohne Stolz. Und fügt scherzend hinzu: "Wir haben, was Sie brauchen. Was wir nicht haben, brauchen Sie auch nicht." Unter 2.500 Artikeln können die Kunden wählen und sind offensichtlich sehr zufrieden: In den Jahren 2011 und 2012 bekam der Hofladen des Quellenhofs jeweils eine Bronzemedaille bei der Wahl des besten Hofladens, veranstaltet durch die Zeitschrift Schrot & Korn.

Autorin: Hella Hansen



Betriebsporträt: Quellenhof Steinbach

ie Wurzeln des Quellenhofs im alten Ortskern mit der Steinbach-Quelle im Garten, reichen bis ins Jahr 1784 zurück. Genau 200 Jahre später (1984) schlug für ihn die Stunde der Veränderung: Der damalige Jungbauer Gerhard Heinrich stellte den alten Betrieb auf biologisch-dynamische Landwirtschaft um. Genau 30 Jahre später hat 2014 der Sohn Sven die Landwirtschaft übernommen und baut sie weiter aus. Auf 15 Hektar Fläche wachsen seither Getreide, Kartoffeln sowie Obst und Gemüse in Demeter-Qualität.
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Letzte Aktualisierung 12.12.2012

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