Bio im Alltag


Ökologische Aquakultur

Fischfutter in einem Sack, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Biofische stammen aus ökologischer Aquakultur, also aus Teichanlagen oder Netzgehegen, die besonders hohe Anforderungen an das Tierwohl und den Naturschutz- und Umweltschutz erfüllen. Insbesondere Karpfen, Forellen und Saiblinge sowie Shrimps, Pangasius und Tilapia werden in ökologischer Teichwirtschaft "erzeugt". In ökologisch angelegten Netzgehege-Kulturen wachsen vor allem Lachse, aber auch Doraden, Kabeljau und Wolfsbarsche heran.

In den EU-Rechtsvorschriften für den ökolgischen Landbau sind die Mindestanforderungen für die ökologische Aquakultur festgeschrieben. Vorreiter waren die Richtlinien von Ökoanbauverbänden. Wer ökologische Teichwirtschaft betreibt, ist dazu verpflichtet, eine hohe Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen zu fördern und die Besatzdichte der Fische möglichst niedrig zu halten. Konkret bedeutet das, dass die Fische ausreichend Platz haben, um artgerecht leben zu können. Pflanzliche Futtermittel müssen aus ökologischer Erzeugung stammen, die sogenannte Gammelfischerei (Fischfang allein zum Zweck der Tierfutterherstellung) ist verboten. Stattdessen stammen Fischmehl und Fischöl aus der Verarbeitung von Speisefischen.

Die Wassertiere dürfen weder chemisch-synthetische Futterzusatzstoffe noch gentechnisch erzeugtes Futter bekommen. Wie überall in der ökologischen Tierhaltung dürfen auch Fische aus ökologischer Teichwirtschaft nicht vorbeugend mit Medikamenten oder Hormonen behandelt werden.

Karpfen - Biofisch schlechthin

Pionierfisch der Ökowelle ist der Karpfen - und das mit gutem Grund: Karpfen ist hier heimisch, lebt in Erdteichen und ernährt sich von im Teich lebenden pflanzlichen und tierischen Kleinstorganismen. Als omnivore Fischart benötigt er kein Fischmehl, um seinen Eiweißbedarf zu decken. Dafür bekommt er als zusätzliches Futter Biogetreide.


Letzte Aktualisierung: 30.05.2017