Die Tannentrieblaus ist der Hauptschädling in der Weihnachtsbaumkultur. Die Läuse überwintern unter Wachsausscheidungen am Stamm und saugen ab Mitte Mai an den jungen Nadeln. Bei Befall krümmen sich die Nadeln abwärts und können absterben.
Wichtig ist es, den Befall frühzeitig zu erkennen. Befallene Triebe müssen konsequent abgeschnitten und aus dem Bestand beseitigt werden. Es gibt auch einige im Ökolandbau zugelassene natürliche Pflanzenschutzmittel, wie Kaliseife oder Rapsölpräparate. Ihre Wirksamkeit ist aber meist begrenzt, da sie nur wirken, wenn die Laus direkt vom Mittel getroffen wird.
Ernte und Vermarktung ökologisch angebauter Weihnachtsbäume
Die meisten Nordmanntannen werden nach zehn bis zwölf Standjahren geerntet. Dann haben sie die ideale Größe von 1,50 bis zwei Metern erreicht.
Viele Anbauerinnen und Anbauer vermarkten ihre Bäume direkt ab Hof – häufig auch zum Selberschlagen – oder auf Wochenmärkten. Darüber hinaus verkaufen einige ihre Weihnachtsbäume auch an Großhändler und Wiederverkäufer, welche sie dann an wiederum Gartencenter oder Baumärkte absetzen. Auch die Onlinevermarktung ist eine Option, die manche Betriebe nutzen.
Die Preise für ökologische Weihnachtsbäume liegen, wenn überhaupt, nur geringfügig über denen von konventionellen Bäumen. Die Nachfrage nach Öko-Weihnachtsbäumen ist dafür aber sehr hoch, sodass Öko-Anbieter derzeit wenig Probleme haben, ihre Bäume loszuwerden.
Der Umweltverband Robin Wood sowie die Initiative Bioweihnachtsbaum bieten jährlich aktualisierte Listen mit Verkaufsstellen für Öko-Weihnachtsbäume, die nach Postleitzahlen sortiert sind. Hier sollten sich Öko-Anbieter in jedem Fall listen lassen.