Bio-Siegel


Checkliste für Gastronomiebetriebe

Als Außer-Haus-Verpfleger dürfen Sie das Bio-Siegel nur dann zur Kennzeichnung von Produkten zum Beispiel auf der Speisekarte nutzen, wenn die folgenden Anforderungen erfüllt sind:

1. Ihr Betrieb nimmt als zertifizierter Betrieb am Kontrollsystem nach der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 teil

Wird an der Speisenausgabe, auf der Speisekarte oder auf einer Tafel im Speisesaal ein Gericht, eine Komponente oder eine Zutat mit "Bio" (oder "biologisch", "Öko", "ökologisch") ausgewiesen, so ist eine Teilnahme am Kontrollverfahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erforderlich.

Hier finden Sie einen Überblick über die  EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau.

Die Einhaltung der Rechtsvorschriften muss von einer zugelassenen  Öko-Kontrollstelle regelmäßig überprüft werden. Dazu muss ein Unternehmen mit einer Kontrollstelle seiner Wahl einen Kontrollvertrag schließen und der zuständigen Landesbehörde seine Tätigkeit mitteilen. Nach erfolgreicher Überprüfung erhält das Unternehmen ein befristet gültiges Zertifikat.

Hier finden Sie die Adressen aller in Deutschland zugelassenen Öko-Kontrollstellen.

2. Das Gericht/die Komponente ist gemäß den Bestimmungen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hergestellt und zertifiziert

Ökologische Zutaten, die für ein Gericht oder eine Menükomponente eingekauft werden, müssen  auch in der Buchführung nachweislich als Bio bzw. Öko ausgewiesen werden. Bei der Kontrolle wird auch die Plausibilität zwischen Einkaufsvolumen und den verarbeiteten Mengen überprüft. 

Hier finden Sie Informationen zur Zertifizierung von Gastronomie-Betrieben.

3. Das Bio-Siegel wird zur Kennzeichnung auf Speisenkarten, an der Theke oder auf Tafeln verwendet

Bei der Gestaltung der Speisenkarten muss darauf geachtet werden, dass das Bio-Siegel nicht irreführend eingesetzt wird. Es muss ein eindeutiger Bezug zu den als "Bio" ausgewiesenen Speisen, Komponenten und weiteren gastronomischen Bioprodukten hergestellt sein. Aus diesem Grund muss das Bio-Siegel immer in unmittelbarer Nähe zu den Gerichten oder  Komponenten angegeben werden, auf die es sich bezieht. Des Weiteren muss die Codenummer (DE-ÖKO-XXX) der Kontrollstelle ausgewiesen werden oder es wird für den Gast sichtbar das aktuelle Zertifikat im Gastraum angebracht. Die Kennzeichnung mit dem EU-Bio-Logo ist nur notwendig, wenn verpackte gastronomische Bio-Erzeugnisse angeboten werden. 
Hier finden Sie Informationen zur Gestaltung und Verwendung und den Design-Guide zum Herunterladen.

Hier finden Sie die  Öko-Kennzeichenverordnung.

Das Bio-Siegel ist zunächst bis zum Jahr 2021 markenrechtlich beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt. Daraus entstehende privatrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche werden durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) als Inhaber der Marke verfolgt.

4. Sie haben das Gericht / die Komponente bei der Informationsstelle Bio-Siegel angezeigt?

Bevor Sie das  Bio-Siegel für die Auslobung verwenden, müssen Sie es bei der Informations-stelle Bio-Siegel anzeigen und ein Muster der Speisenkarte, Thekenaufsteller etc. vorlegen.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Produktanzeige.