Erzeuger


Feltiella acarisuga

Schaderreger: Spinnmilben (Tetranychus urticae, T. cinnabarinus)

Bedeutung

Die einheimische Art tritt oftmals spontan an Pflanzen mit hohem Spinnmilbenbefall im Freiland und Gewächshaus auf. Die Larven von F. acarisuga vernichten alle Spinnmilbenstadien, jedoch werden Eier und junge Entwicklungsstadien des Wirtes vorrangig ausgesaugt, da sie leichter zu erbeuten sind. Eine Larve kann bis zu 110 Spinnmilben-Eier oder 20 adulte Tiere vernichten. Der Einsatz erfolgt möglichst frühzeitig in Kulturen unter Glas. Feltiella acarisuga ist auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen noch aktiv, wodurch zum Beispiel ihr Einsatz im Frühjahr in Erdbeeren unter Folie möglich ist.

Biologie in Kürze

Feltiella acarisuga, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Gallmücken sind etwa 2 mm groß, rötlich-braun und feingliedrig. Ihre Beine sind länger als der Körper (rund 3,5 mm). Foto: JKI

Die Lebensdauer beträgt drei bis vier Tage. Pro Weibchen werden ca. 30 Eier in die Spinnmilbenherde oder auf die Gespinste der Spinnmilbenkolonien abgelegt. Die Eier sind gelblich glänzend. Der Schlupf der Larve erfolgt innerhalb von zwei bis vierTagen. Die Larven sind 0,2 bis 2 Millimeter lang und gelbbraun gefärbt.

Bis zur Verpuppung benötigen sie etwa sieben Tage. Die Verpuppung erfolgt in einem Gespinst, meist neben den Blattrippen auf der Blattunterseite. Die Puppenruhe bis zum Schlupf dauert ebenfalls etwa sieben Tage. Die erwachsenen Gallmücken ernähren sich von Wasser und Nektar.

Anwendungsempfehlung

Ein optimaler Einsatzbereich liegt bei Temperaturen von 20 bis 27 Grad und Luftfeuchtegehalten von 70 bis 90 Prozent relative Feuchte. Im Gegensatz zu Phytoseiulus persimilis werden aber Luftfeuchtegehalte bereits ab 30 Prozent relative Feuche. toleriert. Je Quadratmeter Gewächshausfläche sollte mindestens ein Tier, bei stärkerem Befall bis zu zehn Tiere pro Quadratmeter ausgebracht werden. Die Freilassungen sollten alle drei bis vier Wochen wiederholt werden. Die Gallmücke wird im Puppenstadium auf Blättern geliefert und kommt innerhalb weniger Tage zum Schlupf. Es empfiehlt sich die Tiere in einem Schlüpfbehälter freizulassen, da sie sich dort besser zur Paarung finden bevor sie sich im Bestand verteilen.

Zur optimalen Spinnmilbenbekämpfung sollte der Einsatz zusammen mit den Raubmilben Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus erfolgen.

Letzte Aktualisierung: 25.11.2010