Erzeuger


Beauveria bassiana

Schaderreger: Weiße Fliege, sowie Thripse, Spinnmilben, Kartoffelkäfer, Maiszünsler, Borkenkäfer und andere

Bedeutung

Beauveria bassiana gehört zu den bekanntesten insektenpathogenen Pilzen und wurde bereits vor etwa 160 Jahren beschrieben. Die Art ist weltweit verbreitet und kommt bei vielen Insekten aus verschiedenen Ordnungen vor. Neben  Metarhizium anisopliae wurde die Art bisher am häufigsten zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt und dazu auch in der früheren UdSSR sowie in der Volksrepublik China in großen Mengen produziert. Der Pilz wird auch heute noch von verschiedenen ausländischen Firmen hergestellt und vermarktet.

Biologie in Kürze

Von Beauveria befallene Blattlaus, Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster
Nach der Vermehrung im Insekt, bei der es auch zur Bildung von Toxinen und damit zum Tod des Schädlings kommt, wächst der Pilz wieder nach außen und bildet auf der Wirtsoberfläche seinen dichten Sporenbelag, Foto: LfP Stuttgart

B. bassiana wächst mit einem weißen Mycel, an dem rundliche, weiße Konidien in kleinen Bällchen gebildet werden.

Die trockenen Konidien werden durch Luftbewegungen leicht verbreitet. Die Art wird in Deutschland regelmäßig bei zahlreichen Schadinsekten gefunden. Auch aus verschiedenen Böden wurde der Pilz häufig isoliert. Nach dem Kontakt mit einem geeigneten Wirtsinsekt keimen die Sporen aus und durchdringen den Chitinpanzer.

B. bassiana lässt sich auf künstlichen Nährmedien, wie die anderen insektenpathogenen Pilze, leicht vermehren.

Anwendungsempfehlung

Für B. bassiana ist eine Anwendung gegen weiße Fliegen auf Fruchtgemüsen, Hülsenfrüchten und Zierpflanzen zugelassen. 

Letzte Aktualisierung: 13.09.2016