Erzeuger


Adalia bipunctata (Zweipunktmarienkäfer)

Schaderreger: Blattläuse

Bedeutung

Der heimische Marienkäfer Adalia bipunctata gehört zu den wichtigsten Blattlaus-Gegenspielern.

Biologie in Kürze

Adaliabia punctata, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Zweipunktmarienkäfer und Grüne Apfelblattläuse, Foto: JKI

Die Käfer sind 3,5 bis 5,5 mm groß und sehr variabel in Färbung und Musterung. Meist sind sie gelbrot und mit einem schwarzen Punkt je Flügeldecke. Es gibt aber auch vollständig schwarz gefärbte Käfer mit zwei roten Punkten je Flügeldecke. Von anderen Marienkäfern unterscheiden sie sich durch ihre vollständig schwarz gefärbte Unterseite. Larven ähneln den Siebenpunkt-Larven, sind jedoch deutlich kleiner.

Im Freiland findet man die Käfer vorwiegend in der Krautschicht von Gehölzen, in Gehölzsäumen, Wiesen und Feldern. Käfer und Larven fressen Blattläuse oder auch Schildläuse. In günstigen Jahren können bis zu zwei Generationen pro Jahr gebildet werden. Die Käfer überwintern unter der Baumrinde, in dichten Grasbüscheln oder in Gebäuden. Die Weibchen legen ihre Eier nach der Überwinterung in die Nähe der Blattlauskolonien ab. Nach knapp einer Woche schlüpfen die Larven, die sich nach etwa zwei Wochen Entwicklungszeit verpuppen. Nach einer Verpuppungszeit von sechs bis acht Tagen schlüpfen die Käfer.

Anwendungsempfehlung

Adalia bipunctata werden kommerziell produziert. Dadurch kann der Einsatz während der gesamten Vegetationsperiode erfolgen. Sie werden als Larven in Holzwolle oder Buchweizenspelzen geliefert und durch Ausstreuen in der Nähe der Blattlauskolonien auf die Pflanzen ausgebracht. Ein Befeuchten der Pflanzen kurz vor der Ausbringung fördert die Haftung des Streumaterials mit den darin befindlichen Larven auf der Blattoberfläche. Einsatzmenge: zwei bis fünf Larven pro Quadratmeter mit wiederholtem Einsatz nach ca. zwei Wochen.

Letzte Aktualisierung: 25.11.2010