Erzeuger


Coccidoxenoides perminutus

Schaderreger: Woll- oder Schmierläuse

Coccidoxenoides perminutus, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Schlupfwespe ist 1,3 mm groß und schwarz gefärbt. Foto: K. Schrameyer

Bedeutung

Coccidoxenoides perminutus parasitieren durch Eiablage den Wirtsorganismus. Die parasitierten Schmierlaus-Larven sterben unmittelbar vor der Verpuppung der Schlupfwespen-Larven ab. Der Einsatz erfolgt im geschützten Anbau. Die Zahl der abgelegten Eier entspricht der Zahl der parasitierten Schmierläuse.

Biologie in Kürze

Die Weibchen parasitieren überwiegend das zweite Larvenstadium der Wollläuse. Jedes Schlupfwespenweibchen kann bis zu 150 Eier legen (Mittelwert 60 bis 90) und lebt ungefähr eine Woche. Die optimale Entwicklungstemperatur liegt zwischen 20 und 30 Grad. Parasitierte Wollläuse verfärben sich bräunlich. Abgetötete Wollläuse fallen zu Boden und die Schlupfwespenlarven vollenden dort die Verpuppung. Junge Puppen der Schlupfwespen sind gelb bis braun – ältere Puppen verfärben sich schwarz.

Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zur Schlupfwespe beträgt im günstigsten Fall ca. 16 Tage. Da nur überwiegend das jüngere mittlere (2.) Larvenstadium der Schmierläuse parasitiert wird, kann es bis zu zwei Monate dauern, bis eine starke Abnahme des Schädlingsbefalls zu beobachten ist.

Anwendungsempfehlung

Die Parasiten werden als Puppen lose in Behältern verschickt. In Gewächshäusern werden alle zehn Quadratmeter eine kleine Menge Puppen an einem trockenen und geschützten Ort ausgebracht. Dabei sind mittlere Ausbringungsmengen von fünf bis zehn Puppen anzustreben. Das Ausbringungsmaterial sollte mindestens 14 Tage liegen bleiben, um das Ausschlüpfen aller Parasiten zu gewährleisten. Die durchschnittlichen Temperaturen sollten nicht unter 20 Grad liegen. Temperaturen von 22 Grad  bis 30 Grad  und eine relative Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent fördern die Eiablage. Die Anwendung kann unabhängig von der Tageslänge erfolgen. Bei einem starken Befall empfiehlt sich die kombinierte Ausbringung mit Cryptolaemus montrouzieri.

Auch beim Einsatz dieses Nützlings gilt: Keine Ameisen in den Kulturen dulden.

Letzte Aktualisierung: 24.11.2010