Erzeuger


Dacnusa sibirica

Schaderreger: Minierfliegen, Blattadern-Minierfliege (Liriomyza huidobrensis), Florida-Minierfliege (L. trifolii)

Dacnusa sibirica, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Der Nützlingseinsatz erfolgt unter Glas, Foto: JKI

Bedeutung

Endoparasit: Eier werden mittels Legebohrer in die Minierfliegenlarven abgelegt.

Biologie in Kürze

Die Schlupfwespen sind 2 bis 3 mm groß und glänzend schwarz. Die Weibchen leben ca. sechs bis neun Tage und legen in diesem Zeitraum über 70 Eier einzeln in die Larven der Minierfliegen.

Sie sind am besten an die Bedingungen im Frühjahr und Herbst angepasst. Dacnusa kann in Puppen der Minierfliegen im Gewächshaus überwintern. Der Parasit tritt im Freiland in der Regel ab Ende April/ Anfang Mai, im Gewächshaus auch früher, auf.

Anwendungsempfehlung

Spätestens nach dem Auffinden erster Blattverletzungen ("feeding points") oder Gangminen von Minierfliegen sollte der erste Einsatz erfolgen.

Die in Flaschen gelieferten Nützlinge werden gleichmäßig im Bestand verteilt. Die Schlupfwespen werden mehrmalig in wöchentlichen Abständen über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen ausgesetzt, bei möglichst frühem Einsatz größerer Nützlingsmengen. Im Gemüsebau werden bei ersten sichtbaren Blattverletzungen oder Saugstellen ein bis zwei Schlupfwespen pro Quadratmeter und Woche empfohlen. Bei einem Befall von zwei bis drei Minierfliegenlarven pro Pflanze wird auf jeder zweiten Pflanze mindestens eine Schlupfwespe frei gelassen. Bei höherem Befall ist diese Menge entsprechend zu steigern.

Letzte Aktualisierung: 28.12.2010