Erzeuger


Encyrtus lecaniorum

Schaderreger: Schildläuse (Saissetia hemisphaerica), Schwarze Schildlaus (Saissetia oleae), Gemeine Napfschildlaus (Coccus hesperidum), Halbkugelige Napfschildlaus (Saissetia coffeae), (Parasaissetia nigra)

Encyrtus lecaniorum, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Mit ihrer Körperform, dem großen Kopf und den kolbenförmigen Antennen sehen sie Ameisen sehr ähnlich, Foto: JKI

Bedeutung

Die Schlupfwespe tötet die Schildläuse durch Parasitieren ab. Der Einsatz erfolgt unter Glas und im Innenraum.

Jungtiere und Weibchen werden nicht abgetötet und können sich weiter entwickeln. Wegen der Beschränkung auf ältere Larven wirkt Encyrtus nicht so nachhaltig wie die Schlupfwespe Microterys flavus. Ein Einsatz kommt besonders dort in Frage, wo ein Ameisenauftreten nicht verhindert werden kann. Aufgrund erleichterter Anzucht ersetzt zunehmend die Schlupfwespe Encyrtus infelix das Angebot. Sie ähnelt im Habitus E. lecaniorum.

Biologie in Kürze

Die 3 bis 5 mm große Schlupfwespe legt ihre Eier in verschiedene Schildlausarten ab. E. lecaniorum ist braun gefärbt. 

Die Schlupfwespe parasitiert vor allem das dritte und vierte Larvenstadium von Saissetia und C. hesperidum. Sie hat mäßige Klimaansprüche (>20 Grad, geringe Luftfeuchte). Im Unterschied zu anderen Schlupfwespen ist E. lecaniorum an Pflanzen mit Ameisen-Auftreten einsetzbar.

Anwendungsempfehlung

Bei Befall werden fünf bis zehn Tiere pro Pflanze ausgebracht. Die Anwendung wird nach zwei bis drei Wochen wiederholt.

Letzte Aktualisierung: 28.12.2010