Erzeuger


Trichogramma brassicae

Schaderreger: Schad-Lepidopteren, ca. 150 Schmetterlingsarten
(z.B. Noctuidae, Piridae)

Schlupfwespe Trichogramma, Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster
Foto: JKI

Bedeutung

Eiparasit. Die Trichogramma-Schlupfwespen parasitieren die Eier der Schädlinge, in denen sie sich bis zum flugfähigen Vollinsekt entwickeln und dabei ihre Wirte abtöten. Der Einsatz erfolgt gegen Motten im Vorratsschutz oder im Freiland, wo zum Beispiel im Maisanbau gegen den Maiszünsler bis zu 150.000 Schlupfwespen je Hektar freigesetzt werden.

Biologie in Kürze

Die Schlupfwespe Trichogramma brassicae ist bräunlich gefärbt, Kopf und Beine sind gelb, die Augen rot. Ihr Körper ist nur 0,5 mm lang. Die Tiere leben etwa drei bis vier Wochen.

In einem Zeitraum von 15 Tagen kann ein Weibchen etwa 100 Wirtseier parasitieren, die sich darauf hin dunkel verfärben. Nach neun bis zwölf Tagen, in Abhängigkeit von der Temperatur, schlüpfen die Adulten.

Innerhalb einer Vegetationsperiode können sich fünf bis acht Generationen entwickeln. Da im Spätherbst nur wenige Eiparasiten einen geeigneten Wirt finden, überwintert bloß ein geringer Teil der Nützlinge.

Anwendungsempfehlung

Es können Ausbringungskärtchen ausgehangen werden, in welchen sich die von Trichogramma parasitierten Wirtseier befinden (Rähmchenverfahren). Von der Anzahl unterschiedlicher Entwicklungsstadien in den Eiern ist die Wirkungsdauer abhängig.

Ein anderes Verfahren wäre das Kapselverfahren, bei dem sich die parasitierten Wirtseier in kleinen Kartonkapseln befinden, die man auswirft (Anwendungsmengen siehe jeweiliger Schädling).

Letzte Aktualisierung: 28.12.2010