Erzeuger


Phasmarhabditis hermaphrodita

Schaderreger: Schnecken

Bedeutung

Diese Nematoden ermöglichen eine gute Bekämpfung verschiedener Ackerschnecken, vor allem die Genetzte Ackerschnecke. Die Spanische Wegschnecke und die Weinbergschnecke werden nicht erfasst.

Biologie in Kürze

Parasitierte Schnecke, Klick führt  zu Großansicht im neuen Fenster
Genetzte Ackerschnecke nach Nematodenparasitierung, Foto: K. Schrameyer

Die Nematoden dringen über die Mantelhöhle in die Schnecke ein. Dort sondern sie ein Bakterium ab, das die Schnecke zersetzt. Dieser Vorgang wird durch das Anschwellen des Mantels deutlich sichtbar.

Die Nematoden ernähren sich von der zersetzten Schnecke und vermehren sich auch darin. Dieser Vorgang dauert etwa sechs bis zehn Tage, wobei die Schnecken bereits nach den ersten drei Tagen ihre Fraßaktivität einstellen und meist im Boden verenden. Nach erfolgreicher Vermehrung gelangen dadurch neue Nematoden in den Boden, die aktiv neue Wirte aufsuchen und infizieren können.

Anwendungsempfehlung

Voraussetzung für die Ausbringung sind Bodentemperaturen ab fünf Grad, optimal sind Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad. Das Substrat sollte bei der Anwendung und auch ein bis zwei Wochen danach feucht sein.

Bereits drei bis vier Tage vor einer Aussaat oder Neupflanzung sollten die Nematoden ausgebracht werden.

Nematoden werden in Tonmineral geliefert und möglichst sofort nach Erhalt ausgebracht. Für die Anwendung werden sie in Wasser gelöst und auf die Fläche gegossen oder gespritzt. Pro Quadratmeter sollten etwa 300.000 Nematoden ausgebracht werden.

Lässt sich eine Lagerung nicht vermeiden, kann die ungeöffnete Packung für maximal eine Woche bei zwei bis zehn Grad aufbewahrt werden. Da die Nematoden lichtempfindlich (UV-instabil) sind, sollte die Ausbringung nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern möglichst gegen Abend oder bei bedecktem Himmel vorgenommen werden.

Letzte Aktualisierung: 24.11.2010