Erzeuger


Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae)

Schadbildbeschreibung

Die Kolonien schwarzer Blattläuse sind an den Blattunterseiten in den Stängelbereichen und an den Blüten zu finden. Infolge der Saugtätigkeit kommt es zu Kräuselung der Wipfel und dem Einrollen befallener, jüngerer Blätter. Die Pflanzen sind verkürzt.

Wo sich Honigtau als klebriger Belag auf den Blättern ablagert, können sich Rußtaupilze ansiedeln. Sie sind Überträger von Viruserkrankungen (Gewöhnliches Bohnenmosaik BCMV, Gelbmosaik BYMV, CMV).

Biologie in Kürze

Schwarze Bohnenblattlaus
Foto: ALLB Heilbronn

Die Schwarze Bohnenblattlaus überwintert im Eistadium auf den Primärwirten, zum Beispiel Pfaffenhütchen und Schneeball. Nach dem Schlupf der Larven im Frühjahr entwickeln sich die lebendgebärenden Adulten. Die folgenden Generationen sind wiederum lebendgebärend, die weitere Generationen ungeflügelter Tiere hervorbringen. Im Laufe der Zeit nimmt der Anteil der geflügelten Tiere zu. Im April/Mai beginnt der Zuflug auf die Sekundärwirte, wie zum Beispiel Bohnen (und viele andere Sommerwirte, beispielsweise Rüben und die Triebspitzen der Wirtspflanze sind dann dicht mit schwarzen Kolonien bedeckt.

Sie erzeugen lebendgebärend flügellose oder geflügelte Tiere. Etwa ab Mitte September bilden sich dann die Tiere, die auf den Primärwirt (Winterwirt) überwechseln. Sie saugen sich auf der Blattunterseite fest und zeugen die Geschlechtstiere. Die ungeflügelten Sexuales-Weibchen legen nach der Begattung ihre Winter-Eier ab.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Weitere Wirtspflanzen der Blattläuse (zum Beispiel Samenrüben, Unkräuter) in der Nähe der Bestände möglichst vermeiden
  • Bei der Neuanlage von Hecken Pflanzungen von Pfaffenhütchen und Schneeball möglichst reduzieren
  • Vor dem Zuflug Strohmulch zwischen den Pflanzen auf den Boden ausbringen

Direkte Maßnahmen /zugelassene Pflanzenschutzmittel

Unter Glas ist der Einsatz von Nützlingen möglich:

Im Freiland: Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Kaliseife, Rapsöl und Pyrethrinen zugelassen. Für die Stangenbohne stehen Präparate auf der Basis von Azadirachtin zur Verfügung.


Letzte Aktualisierung: 30.11.2010