Erzeuger


Gewächshausmottenschildlaus, Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum)

Schadbildbeschreibung

Kolonien der Weißen Fliege an der Unterseite junger Blätter. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Befall mit "Weißer Fliege" am Tomaten-Laub. Foto: JKI

Die auch als "Weiße Fliege" bezeichnete Mottenschildlaus kommt vorwiegend im Gewächshaus vor. In den Sommermonaten kann sie auch im Freiland auftreten.

Die Kolonien der weißgeflügelten Mottenschildläuse findet man vorwiegend auf der Unterseite der jungen Blätter. Sie fliegen bei Berührung der Pflanze auf. Die Früchte sind durch starke Honigtauausscheidungen beschmutzt. Es kommt zur Rußtaubildung. Die Blätter können vergilben, welken und absterben.

Biologie in Kürze

Die etwa zwei Millimeter großen Weibchen legen die anfangs milchig weißen, später dunkelgrauen Eier ringförmig ab. Das erste Larvenstadium besitzt drei Beinpaare, während die folgenden drei Larvenstadien unbeweglich sind. Das letzte Larvenstadium verpuppt sich und es entwickeln sich die Adulten. Es treten vier bis fünf Generationen in einer Kultur auf, die sich mit steigender Temperatur und Luftfeuchte schneller entwickeln. Larven und Adulte saugen Pflanzensaft und scheiden dabei Honigtau aus.

Die Gewächshausmottenschildlaus kann sich an nahezu allen Gemüsepflanzen entwickeln. Sie überwintert an Pflanzen, die über Winter im Gewächshaus stehen, wie beispielsweise Zierpflanzen, Petersilie und Unkräuter. Bei sehr milden Wintern kann sie auch im Freiland überleben.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Gelbe Leimtafeln können in sehr kleinen Kulturen den Befall in der Anfangsphase verzögern.
  • In Frühbeeten und Gewächshäusern gut lüften.
  • Keine befallenen Topf- oder Kübelpflanzen aus dem Zierpflanzenbau in Häusern des Gemüsebaus überwintern.

Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind unter Glas Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Kaliseife und Rapsöl.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2010