Erzeuger


Ökologischer Getreideanbau

Roggen, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Biogetreide reift meist etwas früher ab als konventionelles Getreide. Foto: T. Stephan, BLE

Standortansprüche

Die Standortansprüche (Boden, Klima etc.) der verschiedenen Getreidearten unterscheiden sich im Ökolandbau nicht grundsätzlich von denen im konventionellen Anbau. Durch den Ausschluss von Mineraldüngung und chemischem Pflanzenschutz im ökologischen Landbau treten die jeweiligen Grenzen jedoch früher und deutlicher zu Tage. Standortunterschiede, insbesondere hinsichtlich des Bodens, zeigen sich stärker, so dass auch eine gewisse Verschiebung des Anbaus notwendig und sinnvoll wird. Während Weizen in Grenzlagen unter konventionellen Bedingungen noch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit den erwarteten Ertrag und die vom Markt nachgefragten Qualitäten erbringen kann, wird er unter ökologischer Bewirtschaftung ertraglich stärker abfallen und kaum je die Qualitätsansprüche decken können. Hier würde sich eher der Anbau von Triticale, Roggen oder Dinkel anbieten.

Hackstriegel zur Unkrautregulierung, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Der Striegel ist das wichtigste Gerät zur Unkrautbekämpfung. Foto: Thomas Stephan, BLE

Die Unkrautregulierung erfolgt üblicherweise per Hackstriegel. In der Regel führt man zwei Arbeitsgänge aus, bei Roggen eher weniger (teilweise überhaupt nicht), bei Weizen auch mal drei, etwas beim Kämmen von Klettenlabkraut. Generell ist von zu häufigem Striegeln abzuraten, weil es für die Kulturpflanze mit  Stress verbunden ist und kaum zusätzliche positive Effekte bringt. Vor allem auf schweren Böden, bei denen die Wirkung des Hackstriegels oft an seine Grenzen stößt, ist auch das Hacken in Getreide eine Alternative.

Die Ernte unterscheidet sich im ökologischen Getreidebau nur unwesentlich von den notwendigen Arbeitsschritten im konventionellen Bereich. Zu beachten sind lediglich eine meist etwas frühere Abreife  durch die geringere Stickstoffversorgung und ein etwas höherer Unkrautsamenbesatz, der Feuchtigkeit in das Erntegut bringt, und mehr Sorgfalt bei Reinigung, Belüftung und gegebenenfalls auch bei der Trocknung erfordert.

Letzte Aktualisierung: 28.03.2017