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Ökologische Hähnchenmast

Masthähnchen im Auslauf. Klick führt zu Großansicht.
Masthähnchen im Auslauf. Foto: Thomas Stephan, BLE

Der Markt für Biogeflügelfleisch ist bislang eine Nische, die nur etwa ein Prozent der gesamten deutschen Geflügelfleischproduktion ausmacht. Die Nachfrage nach Ökogeflügel nimmt jedoch zu: 2016 kauften die Deutschen über zwölf Prozent mehr Biogeflügel als noch im Jahr zuvor. Ökomasthähnchen haben mit 1,3 Millionen Tieren den größten Anteil am ökologischen Mastgeflügel.

Ökohähnchen – hochpreisiges Premiumprodukt

Ökohähnchenfleisch ist ein hochpreisiges Premiumprodukt und damit um ein Mehrfaches teurer als konventionelles Hähnchenfleisch. Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind die Ökoküken und das Ökofutter teurer als im konventionellen Bereich. Entscheidend ist aber vor allem die Mastdauer. Die ist mit rund 80 Tagen in der Ökohähnchenmast doppelt so lang wie in der konventionellen und verursacht allein dadurch schon doppelte Erzeugungskosten. Zu Buche schlägt aber auch die im Vergleich zur konventionellen Haltung geringe Besatzdichte.

Eine Chance für Neueinsteiger

Die Ökohähnchenmast bietet sich besonders für Neueinsteiger an. Interessierte Betriebe sollten zuerst prüfen, ob sie sich in der Direktvermarktung positionieren können. Denn dort ist die Wertschöpfung am größten und der Einstieg über Mobilställe verhältnismäßig einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen. Wer mehr Tiere halten möchte als er selbst vermarkten kann, sollte sich sehr früh um einen Abnehmer bemühen und einen Abnahmevertrag einfordern, der eine Futter-Preis-Bindung enthält. Das bedeutet, dass mit steigenden Futterpreisen automatisch auch der Abnahmepreis für die Hähnchen steigt.

Alles Wichtige über die ökologische Hähnchenmast erfahren Sie in den folgenden Artikeln. Die Informationen stammen aus dem 2018 veröffentlichten "Managementhandbuch Öko-Masthähnchen und Ökoputen" des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN).



Letzte Aktualisierung: 14.06.2018