BÖLN und EPS auf den Öko-Feldtagen 2022

BÖLN und EPS auf den Öko-Feldtagen 2022

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) und die Eiweißpflanzenstrategie (EPS) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft präsentieren ihre Arbeit vom 28. bis 30. Juni 2022 auf den Öko-Feldtagen in Villmar. Interessierte finden unter dem Motto "Zukunft: Ökolandbau" Infos zu ausgewählten Forschungs- und Entwicklungsprojekten und Vorhaben zum Wissenstransfer.

Führungen

Jeweils zur vollen Stunde starten im BÖLN-Zelt Führungen zu aktuellen Themen der Ökologischen Landwirtschaft. Darin geht es beispielsweise um Strategien zum Umgang mit zunehmender Trockenheit durch den Klimawandel - etwa wie Landwirtinnen und Landwirte beim Anbau von Maispopulationen und kleinkörnigen Leguminosen darauf reagieren können. Eine andere Führung setzt sich mit der ökologischen Legennenhaltung auseinander: insbesondere der Tierernährung, dem Einsatz von heimischen Eiweißträgern und der Züchtung von Zweinutzungsrassen.

Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig, die Anzahl der Teilnehmenden ist jedoch begrenzt, es gilt das Prinzip "first come, first serve".

Präsentation im Ausstellungsbereich

Im Zelt werden drei Themen-Cluster präsentiert. Unter dem Stichwort Forschung und Wissensstransfer stellen sich die Geschäftsstellen des BÖLN und der EPS sowie zwei Forschungsprojekte vor, die an aktuellen Herausforderungen der Zukunft arbeiten. Dies ist zum einen das Regiosöl-Projekt. Es nutzt bestehende betriebliche Erfassungssysteme, um soziale, ökologische und regionalökonomische Leistungen des Ökolandbaus zu dokumentieren und damit eine Honorierung dieser gesellschaftlichen Leistungen zu ermöglichen. Zum anderen stellen Mitarbeitende ein Projekt vor, das den Einsatz von Maispopulationen auf Bio-Betrieben voranbringen will. Die Populationen ermöglichen eine besonders gute Anpassung an die Anforderungen unterschiedlicher Standortbedingungen.

Im Cluster Umstellung und Information präsentiert sich zum einen das für das nationale Öko-Kontrollsystem zuständige Referat 522 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Es informiert am Stand über die Nutzung des Bio-Siegels und über das deutsche Kontrollsystem. Zudem stellt sich das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe vor. Die mittlerweile 290 Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau verkörpern die ganze Bandbreite der landwirtschaftlichen Ausrichtung, liefern Einblicke in regionaltypische Produktionsschwerpunkte und spiegeln die Vielfalt des Ökolandbaus in Deutschland wider. Landwirtinnen und Landwirte aus dem Netzwerk berichten vor Ort aus ihrer Arbeit und können Fragen zur Umstellung beantworten.

Regionale Bio-Wertschöpfungsketten nehmen eine zentrale Rolle in nachhaltigen Lebensmittelsystemen ein und können einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Ausweitung des ökologischen Landbaus in Deutschland leisten. Im Rahmen des BÖLN gibt es unterschiedliche Förderwerkzeuge, um Bio-Wertschöpfungsketten auf- und auszubauen. Im  BÖLN-Zelt werden beispielhaft drei innovative Ansätze gezeigt, eines der Projekte hat die artgemäße Kälberaufzucht und Mast aller auf dem Bio-Milchviehbetrieb geborenen Kälber sowie eine anschließende regionale Bio-Kalbfleisch-Vermarktung zum Ziel. Ein weiteres wird eine Wertschöpfungskette für Bio-Speisemohn etablieren. Dabei geht es um alle Stufen der Wertschöpfung: von der Zulassung der Sorten, die für den Bio-Anbau geeignet sind, bis hin zur Vermarktung von Rohstoffen und Halbfertigprodukten an das Handwerk. Die Vermarktung samenfester Gemüse bei den unterschielichen Stufen der Gemüseerzeugung und -vermarktung ist das Ziel eines dritten BÖLN- geförderten Projektes. Ein Fokus liegt dabei insbesondere auf der Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit.

Darüber hinaus sind die Mitglieder des Teams der Geschäftsstellen BÖLN und EPS präsent und beraten Interssierte gerne über die Programme und Fördermöglichkeiten.

Podiumsdiskussion

Die Frage, was Bio-Höfe von der Bundesregierung erwarten können, steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, an der unter anderem MinDirig Walter Dübner, Unterabteilungsleiter im BMEL und Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des BÖLW teilnehmen werden. Die Veranstaltung wird von Prof. em. Dr. Jürgen Heß, Vorstandsvorsitzender des FiBL Deutschland moderiert. Die Diskussion findet am Mittwoch den 29. Juni 2022 um 15.00 Uhr im Fachforum 2 (Gerätehalle) statt.

Preisverleihung Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau mit Cem Özdemir

Am Dienstag, den 28. Juni 2022 um 14.00 Uhr gibt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau bekannt und ehrt die Gewinnerinnen und Gewinner. Die Preisverleihung wird in den Innenhof des Obergladbacherhofs übertragen, sie schließt mit einem Gettogether ab.

Die Ausstellenden im BÖLN-Zelt

Weitere Stände von BÖLN und EPS geförderten Projekten auf der Fläche

  • BAKWERT: Bewertung und Akzeptanz heterogener Weizenpopulationen in ökologischen Wertschöpfungsketten – D6
  • KleeLuzPlus: Bundesweites Demonstrationsnetzwerk zu kleinkörnigen Leguminosen, vor allem Klee und Luzerne – C2
  • LeguNet: Bundesweites Demonstrationsnetzwerk zu grobkörnigen Leguminosen, vor allem Erbse, Bohne, Soja, Lupine – C4
  • MIKODU: Fruchtfolgen für optimierte Nutzung der Bodenressourcen: Mischanbau allorhizer und homorhizer Arten. – A6
  • NutriNet: Kompetenz- und Praxis-Forschungsnetzwerk zur Weiterentwicklung des Nährstoffmanagements im ökologischen Landbau – E7
  • Nutri@ÖkoGemüse: Nährstoffmanagement im ökologischen Gemüsebau mit neuen Düngestrategien und EDV-gestützten Tools – D4
  • OptiKG: Optimierung der internen Kleegrasverwertung in viehlosen Öko-Betrieben – D3
  • Öko2Huhn: Zweinutzungshühner im Ökolandbau – Zucht und Potentialermittlung geeigneter Herkünfte sowie Umsetzung in die Praxis – D6
  • ProBio: Untersuchungen zur optimalen Produktion und pflanzenbaulichen Verwertung von Biogut- und Grüngutkompost im ökologischen Landbau – D3
  • Thünen Institut: Regionale Futtermittel, Anbausysteme mit Leguminosen, Futterqualität, Grünauslauf und Weidegang – C3/E9
  • UNSIFRAN: Unkrautregulierung im Silomaisanbau durch präventive, systemare Maßnahmen in der Fruchtfolge- und Anbaugestaltung – C3
  • VORAN: Verbesserung ökologischer Fruchtfolgen für ein regeneratives, angepasstes Nährstoffmanagement – D6

Die Führungen mit Start im BÖLN-Zelt

Praxistipps:

Das Veranstaltungsgelände ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Linie 45 der Hessischen Landesbahn (HLB) bringt Sie zum Bahnhof Aumenau, von dort sind es nur zehn Minuten zu Fuß zum Veranstaltungsgelände – der Weg ist ausgeschildert. Vom Bahnhof "Limburg" ist Aumenau mit der Regionalbahn 45 in nur 20 Minuten zu erreichen.

Der ICE-Bahnhof "Limburg Süd" hat keinen Anschluss an die Regionalbahn. Von hier fährt der Bus 282 in 30 Minuten nach Aumenau. Zudem setzen wir einen Shuttlebus an den Veranstaltungstagen ein, den Sie zwischen 8:45 und 9:30 Uhr nutzen können. Für die Rückreise fahren Shuttlebusse um 17:10, 17:45 und 18:15 Uhr vom Messegelände zum Bahnhof.

Eine Anreise mit dem Zug ist nachhaltig und vermeidet ein Warten im Stau.

Fastlane-Einlass am Wunschtag sichern und ohne Warten an der Schlange vorbei! Tickets können auch noch während der Veranstaltungstage auf der Veranstaltungs-Homepage online gekauft werden.

 

Öko-Feldtage auf dem Gladbacherhof

Die dritten Öko-Feldtage finden vom 28. bis 30. Juni 2022 auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof in Villmar statt. Sie sind der ideale Treffpunkt für alle Ökobäuerinnen und  ‑bauern sowie alle Landwirtinnen und Landwirte, die umstellen wollen oder nach neuen Methoden für eine umweltfreundliche Landwirtschaft suchen. Sie zeigen, was die ökologische Landwirtschaft kann, wo sie steht und wie sie sich weiter entwickelt. Die Öko-Feldtage bieten eine einzigartige Mischung aus Praxis und Forschung im Pflanzenbau und in der Tierhaltung: die ideale Plattform, um Innovationen zu zeigen und aktuelle Themen rund um Landwirtschaft, Politik und Wirtschaft zu diskutieren.

330 Unternehmen, Verbände und Organisationen präsentieren Saatgut, Landtechnik, Betriebsmittel, Futtermittel, Stallbau, Beratungsleistungen und vieles mehr. Das Programm der Öko-Feldtage zeigt in einer Mischung aus Praxis und Forschung Neuentwicklungen im ökologischen Pflanzenbau und in der Tierhaltung. Besucherinnen und Besucher können 16 überwiegend kameragesteuerte Hackmaschinen sowie Neuheiten aus den Themenbereichen Schröpfschnitt und Futterbergung im praktischen Einsatz sehen. 20 Innovationsbeispiele zeigen Prototypen und Neuentwicklungen. Ein Schwerpunktthema auf den Öko-Feldtagen 2022 ist das Klima. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen an circa 20 Stationen die Herausforderungen für die Landwirtschaft und mögliche Lösungsansätze wie beispielsweise Agroforstflächen und Mulchgemüseanbau.

Neueste Erkenntnisse zu Herausforderungen wie Öko-Züchtungen, Carbon Farming und Tierwohl werden in sechs Foren behandelt und diskutiert. Auf zahlreichen Demoparzellen stellen Firmen, Züchterinnen und Züchter und Beratung zudem mehr als 120 Kulturen und 500 Sorten vor. Im Umfeld des neuen Forschungsstalls präsentieren sich Ausstellende rund um das Thema Tierhaltung sowie das Forum LLH-Stallgespräche. Themen sind beispielsweise Intensitätsstufen in der ökologischen Milchproduktion, 100 Prozent Biofütterung, Nutztierhaltung der Zukunft sowie die Koexistenz von Wolf und Weidetieren. Täglich können Besucherinnen und Besucher zudem aus zahlreichen Führungen zum Stallneubau, zu Landessortenversuchen, Agroforst, Biogut- und Grüngutkompost sowie zu Futterbau wählen.

Letzte Aktualisierung 23.06.2022

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