Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis

Zukünftige Plattform forschungsinteressierter Öko-Betriebe: Was Forschung und Beratung erwarten

Um den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis im Öko-Landbau zu fördern, plant das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eine Online-Plattform für forschungsinteressierte Betriebe.

Nachdem Bio-Landwirtinnen und -Landwirte bereits gesondert zu ihren Vorstellungen und Wünschen für die Plattform befragt wurden, fand Ende Juni 2021 ein Workshop statt, in dem Fachleute aus Forschung, Beratung und der Länder ihre Erwartungen und Anforderungen an eine zukünftige Plattform einbringen konnten.

Ziele und Inhalte der Plattform

Die Plattform soll vor allem dazu dienen, Praxisbetriebe und Forschungseinrichtungen für konkrete praxisnahe Projekte zusammenzuführen. Nach Einschätzung der Teilnehmenden sei dafür eine zentrale Koordinationsstelle und der Aufbau einer Datenbank erforderlich. Zusätzlich müsste die Plattform auch die fachliche Vernetzung von Betrieben und Forschung sicherstellen, über die Projekte, die angewandten Methoden und die erzielten Ergebnisse informieren sowie Termine zu aktuellen Veranstaltungen beinhalten.

Grundsätzlich müsse es das Ziel sein, ein breites Spektrum an praxisnahen Forschungsprojekten mit unterschiedlichen Ansätzen zu ermöglichen. Dabei komme es darauf an, von Forschungsseite die Intensität und die Art der Betriebsbeteiligung im geplanten Projekt so konkret wie möglich zu kommunizieren und auch den Nutzen für die Betriebe herauszustellen. Gewünscht wird, dass Informationen wie Praxisforschungsmethoden und Ergebnisse abgeschlossener und aktueller Projekte für alle zugänglich sind. Um die Nutzung zu erleichtern, müssten diese Informationen zielgruppengerecht aufbereitet sein.

Eine Vielzahl von Forschungsprojekten wurden vom BÖLN bereits gefördert. Wenn Sie sich für einzelne Projekte und deren Ergebnisse interessieren, schauen Sie bei den Forschungsergebnissen rein!

Aufgaben einer zentralen Koordinationsstelle

Als Kern der Plattform sollte die zentrale Koordinationsstelle in engem Kontakt zu Betrieben und Forschung stehen und gleichzeitig gut mit der Beratung und bestehenden Projektnetzwerken verknüpft sein. Damit forschungswillige Betriebe nur relevante Anfragen erhalten, sollte die Koordinationsstelle die Anfragen von Seiten der Forschung zuvor ausreichend filtern und bündeln. Zudem wurde angeregt, den Austausch zwischen Forschung und Betrieben aktiv auch über konkrete Forschungsprojekte hinaus zu fördern.

Inhalte der Datenbank

Um die vielfältigen Anforderungen erfüllen zu können, ist der Aufbau einer zentralen Datenbank geplant. Darin könnten nach Einschätzung der Teilnehmenden des Workshops ergänzend zu den allgemeinen Betriebsdaten auch Informationen zur technischen Ausstattung der Betriebe, zu den zeitlichen Kapazitäten und den Interessenschwerpunkten hinterlegt werden. Auch Nutzerprofile der Betriebe und Forschungseinrichtungen, etwa in Form von Steckbriefen und Kurzvideos, werden als hilfreich angesehen.

Grundsätzlich ist gewünscht, die Plattform für alle Öko-Betriebe zu öffnen, unabhängig davon, ob sie bereits in Netzwerke eingebunden sind oder nicht. Auf diese Weise könnte auch neuen interessierten Betrieben der Zugang zu einer Mitarbeit in einem Praxisforschungsprojekt erleichtert werden.

Mehr Informationen über die Ergebnisse des Workshops finden Sie auf der Webseite des BÖLN.


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Letzte Aktualisierung 15.09.2021

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