Leguminosen in der Gemeinschaftsverpflegung: Vom Feld zum Bio-Convenience-Produkt

Wie lassen sich heimische Ackerbohnen und Erbsen stärker in regionale Wertschöpfungsketten integrieren? Und wie können daraus proteinreiche Bio-Convenience-Produkte für die Großküche entstehen? Im Projekt "WKErBo" widmeten sich die Forschenden genau diesen Fragen und untersuchten dazu drei Ackerbohnensorten auf ihre Eignung für dieses Vorhaben. 

Empfehlung für Akteurinnen und Akteure entlang der Wertschöpfungskette

  1. Der Anbau von Erbsen und Ackerbohnen bietet großes Potential zur Stärkung der heimischen Proteinversorgung. Die Vorfruchtwirkung von Körnerleguminosen, die Stickstofffixierung und die gute Integration in Öko-Fruchtfolgen erhöhen die Resilienz landwirtschaftlicher Systeme.
  2. Wenn sich Öko-Betreibe für den Anbau von Erbsen und Ackerbohnen für den Einsatz in der Humanernährung entscheiden, sollten sie gezielt sensorisch und ernährungsphysiologisch geeignete Sorten auswählen. Dafür sollten sie angemessen honoriert werden.
  3. Durch Aufbau regionaler Verarbeitungsstrukturen (Proteinkonzentration, Extrusion) sowie Etablierung enger Kooperationen zwischen Landwirtinnen beziehungsweise Landwirten und Produktherstellerinnen beziehungsweise Produktherstellern entstehen stabile Lieferbeziehungen. Dies setzt starke Anreize für den heimischen Leguminosenanbau.

Empfehlungen für Beratung, Institutionen und Ministerien:

  1. Information über den Mehrwert pflanzlicher, proteinreicher Produkte aus heimischen Bio- Leguminosen
  2. Unterstützung von Forschungsvorhaben zur Reduzierung antinutritiver Inhaltsstoffe in Leguminosen sowie zur Verwertung der anfallenden Nebenströme (vor allem Stärke)
  3. Stärkung der Züchtung, um geeignete Sorten (unter anderem Winterackerbohnen, resistente Sorten) bereitstellen zu können
  4. Förderung des Aufbaus regionaler Verarbeitungsstrukturen

“Pflanzenbasierte Produkte aus Erbsen und Ackerbohnen sind eine hochwertige Proteinquelle und eröffnen Bio-Betrieben und nachgelagerten Verarbeitern den Zugang zu einer regionalen Wertschöpfungskette.” (Ines Bauer, FiBL)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 05.08.2026

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