Verbesserung der Image- und Absatzprofilierung von Schaf- und Ziegenprodukten

Wie lassen sich Schaf- und Ziegenprodukte besser vermarkten? Das Projekt untersucht, wie Verbraucherinnen und Verbraucher diese Produkte wahrnehmen, was ihre Kaufentscheidungen beeinflusst und welche Barrieren bestehen. Im Mittelpunkt steht außerdem, welche Kommunikationsansätze wirken und wie sich Kauf- und Zahlungsbereitschaft gezielt fördern lassen. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für eine bessere Image- und Absatzprofilierung.

Empfehlungen für die Praxis

Probiermöglichkeiten und Gewohnheiten schaffen

Schaf- und Ziegenprodukte werden in Deutschland von den meisten Konsumentinnen und Konsumenten nicht regelmäßig gegessen. Milchprodukte wie beispielsweise Feta werden deutlich häufiger konsumiert als Fleischprodukte. Der Verzehr von Fleisch beschränkt sich meist auf besondere Anlässe wie Restaurantbesuche, Urlaube oder Feiertage. Der charakteristische Geschmack dieser Produkte stellt zugleich das größte Kaufmotiv, aber auch die größte Kaufbarriere dar. Zudem erschweren fehlende Gewohnheiten und Gelegenheiten sowie eine geringe Verfügbarkeit der Produkte den Konsum zusätzlich. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher häufiger zu Schaf- und Ziegenfleisch greifen, können Probierangebote helfen. Um den Einstieg in den Konsum zu erleichtern, sollten Anbieter in der Außer-Haus-Verpflegung (zum Beispiel Mensen, Kantinen) aktiv und persönlich angesprochen werden. Schmackhafte Gerichte in Kantinen oder Produkte, die einfach zu Hause zuzubereiten sind, könnten als Türöffner dienen. Feta ist hier ein Erfolgsbeispiel, weil er einfach und flexibel einsetzbar ist. Bei Großabnehmern sind der Preis sowie die verfügbaren Mengen Hürden. Deshalb müssen die großen Vorteile wie „Weidehaltung, Tierwohl und Naturschutz = gesund, nachhaltig, guter Geschmack“ durch persönliche Ansprache glaubhaft kommuniziert werden.

Mehrwerte sollten kommuniziert werden

In der Kundenkommunikation kann das Fleisch insbesondere mit der guten Haltung der Tiere und ihrem Beitrag zur Landschaftspflege aber auch mit seinen geschmacklichen Vorzügen und seinem Gesundheitswert punkten. Bei der Vermarktung heimischer Schaf- und Ziegenprodukte spielt die Betonung der Regionalität eine zentrale Rolle, da diese von Verbraucherinnen und Verbraucher im Hinblick auf Qualität und Tierwohl sehr positiv bewertet wird. Auf Produktverpackungen sollte man möglichst keine jungen Lämmer abbilden, da solche Bilder häufig starke Ablehnung hervorrufen und zu einer psychologischen Konsumbarriere werden können.


“Ich habe da vielleicht auch eine Hemmung, das zu kaufen, weil ich nicht wüsste, wie ich das zubereiten soll und ob es mir schmeckt.”

“Ich glaube, dass Schafe die höchste Haltungsqualität haben.”

(Zitate aus Bürgerinterviews)


Informationen zum Projekt


Letzte Aktualisierung 05.06.2026

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