Ergebnisse der Anbauversuche
Besonders Versuche mit den Kulturen Basilikum, Petersilie und Minze an den Versuchsanstalten und in den Praxisbetrieben haben ergeben, dass hohe Kompostanteile im Substrat möglich sind, wenn die Anbauverfahren entsprechend angepasst werden. Substrate mit Anteilen von 40 - 50 Prozent Kompost funktionierten pflanzenaulich gut. Kompostanteile von 60 - 70 Prozent führten teilweise zu kompakterem Wuchs und zu einer Kulturzeitverlängerung. Der zukünftige Forschungsbedarf besteht weiterhin in der Anpassung der Kulturzeit, im Stickstoffmanagement und in der Haltbarkeit der Topfkräuter. Des weiteren gilt es, auch die Eignung hoher Kompostanteile in Kultursubstraten im Zierpflanzenbau zu testen.
Qualitätssicherung Kompost
Zur Qualitätssicherung von Kompost empfiehlt sich die Messung der Atmungsaktivität, da der herkömmliche Dewar-Test für holzreiche Komposte nicht sensitiv genug ist. Eine grundlegende Neuausrichtung der Gütesicherung wurde gemeinsam mit der Bundesgütegemeinschaft Kompost diskutiert und angestoßen.
Hierbei ist es notwendig, zwischen Hobby- und Profianwendungen zu unterscheiden und physikalische und chemische Parameter weiter zu differenzieren.
Als wichtiger Qualitätsparameter von Kompost hat sich dessen krankheitsunterdrückende Wirkung bestätigt. Daher wurde ein biologischer Test, der das suppressive Potenzial von Kompost aufzeigt, im Projekt TerÖko für die Praxisanwendung weiterentwickelt. Dieser Test bietet sich für erste orientierende Untersuchungen im Kompostwerk an.
Mehr verfügbarer Substratkompost
Um das Angebot an qualitativ hochwertigem, gütegesichertem Substratkompost (so genannter Premium-Kompost) zu steigern, sind politische Maßnahmen und Marktanreize notwendig. Dazu gehören höhere Abnahmepreise für Substratkompost, Bürokratieabbau bei Genehmigungsverfahren für Kompostanlagen, Finanzierung von Schulungen und die politische Anerkennung von Grüngut als Wertstoff.
Zum Abschlussbericht des Projekts