Wirksamkeiten im Gewächshaus
Die Wirksamkeit von protektiven und kurativen Fungiziden gegen Apfelschorf wurden an wachsenden Trieben von handveredelten Topfpflanzen im Gewächshaus mit künstlicher Inokulation mit Konidien von Venturia inaequalis geprüft.
Die protektiven Behandlungen wurden 24 Stunden vor der Inokulation ausgebracht. Nach dem Antrocknen des Spritzbelags für 20 Stunden wurden die Triebe zur Prüfung der Regenfestigkeit mit 15 Millimetern beregnet.
Nach der Inokulation wurden die Pflanzen für 20 Stunden in einer Nebelkammer bei 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit inkubiert und danach unter Gewächshausbedingungen bis zur Symptombildung gehalten.
Die kurative Behandlung erfolgte 24 Stunden nach der Inokulation nach dem Abtrocknen der Blätter.
Chancen und Grenzen von Tankmischungen
Nachdem gezeigt wurde, dass Tankmischungen aus Kupfer- und Schwefelfungiziden protektiv auch nach Beregnung tendenziell besser wirken als die Soloanwendungen (Kunz und Hinze, 2016, Ecofruit), und dass die Zugabe von Netzschwefel die kurative Wirkung der Kaliumhydrogencarbonate tendenziell verbesserte (Kunz und Hinze 2014, Ecofruit), wurden auch Tankmischungen aus Kupfer und Kaliumhydrogencarbonaten auf kurative Wirkung und Regenfestigkeit geprüft.
In den Tankmischungen waren sowohl die kurative Wirkung von VitiSan reduziert als auch die Regenfestigkeit des Cuprozin progress. Durch den Zusatz von VitiSan oder Kumar zu Cuprozin progress gehen mehr Kupferionen in Lösung (Welte, 2016, Kupfertagung). Diese gelösten Kupferionen werden bei Regen aber schneller abgewaschen, wodurch die geringere Regenfestigkeit des Cuprozin progress in der Tankmischung zu erklären ist. Der Wirkungsverlust war dosisabhängig und bei Kumar stärker ausgeprägt als bei VitiSan.
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