Strategie zur Reduzierung des Kupfereinsatzes in der ökologischen Kernobstproduktion

Strategie zur Reduzierung des Kupfereinsatzes in der ökologischen Kernobstproduktion

Ziel des Projektes war die Erarbeitung von Kombinationsstrategien aus indirekten und direkten Maßnahmen zur Substitution beziehungsweise Reduzierung des Kupfereinsatzes bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten in der ökologischen Kernobstproduktion. Der überwiegende Teil der erforderlichen Maßnahmen richtete sich dabei gegen den Apfelschorf (Venturia inaequalis) als wichtigsten Schaderreger. Weitere wesentliche pilzliche Schaderreger, wie Peltaster (Regenfleckenkrankheit), Marssonina coronaria sowie Lagerfäulenerreger wurden in diesem Projekt erstmalig in die Untersuchungen mit einbezogen.

Empfehlungen für die Praxis

Zwei Infektionsperioden gleichzeitig abdecken

Bei der Apfelschorfbekämpfung werden Prognosemodelle genutzt, die anhand von Temperatur und Niederschlag Infektionsperioden für Ascosporen oder Konidien berechnen. Wenn zwei Infektionsperioden in wenigen Tagen aufeinander folgen, ist es sinnvoll, dazwischen eine Behandlung mit einer Tankmischung aus kurativem und protektivem Fungizid auszubringen, um damit beide Infektionsperioden abzudecken.

Empfohlene Tankmischung

VitiSan oder Kumar mit Netzschwefel wirken sowohl kurativ als auch protektiv.

Folgende Tankmischungen vermeiden:

  • Zugabe von VitiSan oder Kumar zu Kupferfungiziden reduziert deren Regenfestigkeit
  • Tankmischungen aus Kupferpräparaten mit VitiSan oder Kumar haben eine reduzierte kurative Wirkung, im Vergleich zu VitiSan oder Kumar alleine

"Das Ausbringen von Kupferpräparaten in Tankmischungen mit Kaliumhydrogencarbonat reduzierte die kurative Wirkung von Kaliumhydrogencarbonat und verschlechterte die Regenfestigkeit von Kupfer" (Dr. Stefan Kunz, Fa. Bio-Protect GmbH)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 19.12.2025

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