Vielfalt erhalten - Kommunikationsstrategien zur Agrobiodiversität

Vielfalt erhalten - Kommunikationsstrategien zur Agrobiodiversität

Ziel des Projekts war es, die Einstellung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Thema Agrobiodiversität zu ermitteln. Darüber hinaus wurde untersucht, wie das Thema stärker in der öffentlichen Wahrnehmung verankert werden kann. Dazu wurden Befragungen in verschiedenen Restaurants in ganz Deutschland durchgeführt. Anschließend wurden geeignete Kommunikationsstrategien für die Gastronomie getestet. Die Kommunikationsempfehlungen sind neben der Gastronomie auch für weitere Akteurinnen und Akteure in der Agrarbranche relevant.

Informationen und Anregungen für Erzeugerinnen und Erzeuger sowie Gastronominnen und Gastronomen für eine verbesserte Kommunikation

Empfehlungen für die Praxis

Aus dem Praxisprojekt lassen sich folgende Empfehlungen für Gastronomie, Landwirtschafts- und Erzeugungsbetriebe ableiten:

  • Für die Verbraucherkommunikation von Agrobiodiversität sollten die Begriffe "alte Sorten" und "alte Rassen" oder die konkreten Namen verwendet werden.
  • Um das weiter gefasste Konzept des Themas zu vermitteln, eignet sich der Ausdruck "Biologische Vielfalt" mit entsprechendem Zusatz, zum Beispiel "in der Landwirtschaft".
  • Das Prinzip "Erhaltung durch Nutzung" muss sehr anschaulich erklärt werden. Denn viele Verbraucherinnen und Verbraucher sehen oft den Verzicht auf bestimmte Produkte als logische Handlung zum Erhalten von Pflanzen oder Tieren.
  • Landwirtinnen und Landwirte sowie Gastronominnen und Gastronomen müssen den Mehrwert ihrer speziellen Produkte zusätzlich kommunizieren. Dies kann die Mehrzahlungsbereitschaft der Kundschaft steigern.

Verbraucherinnen und Verbraucher nehmen das Angebot alter Sorten und Rassen gut an. Die richtige Kommunikation ist dabei jedoch sehr wichtig. Nur bei einem erkennbaren Mehrwert zahlt die Kundschaft für spezielle Produkte einen höheren Preis.


  • Die inhaltlichen Schwerpunkte der Kommunikation müssen an die Ziel- und Verbrauchergruppen angepasst sein.
  • Gastronominnen und Gastronomen sowie Erzeugerinnen und Erzeuger müssen mehr Probiermöglichkeiten für Agrobiodiversitäts-Produkte schaffen.
  • Informations- und Handlungsangebote für Verbraucherinnen und Verbraucher sollen möglichst unkompliziert und ohne großen Aufwand zu verstehen sein. In Restaurants könnten Agrobiodiversitäts-Gerichte beispielsweise als Tagesgericht angeboten werden.

Informationen zum Projekt


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