Besichtigung der Öko-Landwirtschaft

Besichtigung der Öko-Landwirtschaft

Von der Großküche auf’s Feld

  • Initiator/ Impulsgeber: Verpflegungsverantwortliche innerhalb oder außerhalb der Betriebsküche
  • Akteure: Küchenleitung, Geschäftsleitung, Personal- oder Betriebsräte, Umweltreferenten
  • Zielgruppe: Küchenpersonal, auch Kantinengäste, je nach Betriebstyp, z. B. Heimbewohner, andere Betriebsangehörige
  • Zielsetzung: Sensibilisierung für den Öko-Landbau und Akzeptanz von Bio-Gerichten
  • Teilnehmerzahl: maximal 15 Personen
  • Jahreszeit: Prinzipiell zu jeder Jahreszeit möglich, besonders geeignet: Mai/ Juni und September/ Oktober
  • Zeitrahmen: ca. sechs Wochen Planung
  • Veranstaltungsdauer: ca. drei bis vier Stunden, je nach Programm und Wochentag
  • Varianten der Aktion: Besichtigung von Verarbeitungsbetrieben

Die Idee

Bei einer Hofbesichtigung kann theoretisches Wissen über den ökologischen Landbau mit authentischen Informationen und persönlichen Eindrücken verknüpft werden. Außerdem wird das häufig verloren gegangene Wissen über die Herkunft unserer Lebensmittel begreifbar gemacht. Für die Mitarbeiter der Großküche hat eine Betriebsbesichtigung eine ganz besondere Bedeutung: Losgelöst von Zeitdruck und Aufgaben in der Großküche können sie sich selbst ein Bild von den Anbaubedingungen oder Verarbeitungsmöglichkeiten der Bio-Lebensmittel machen. Das gemeinsame Erlebnis stärkt das Wir-Gefühl und motiviert für die spätere Verarbeitung der Bio-Produkte.

Die Planung

Mögliches Programm

  • Gemeinsame Anfahrt mit dem Bus
  • Begrüßung auf dem Bio-Bauernhof durch den Betriebsleiter des Bio-Hofes mit einem kleinen Bio-Snack
  • Besichtigung der Stallungen und Felder
  • Gemeinsame Vesper z. B. im Stall auf Heuballen, auf dem Hof, draußen im Feld
  • Möglichkeiten zum Einkauf, gegebenenfalls im Hofladen

Verpflegungstipps

  • Die Verpflegung im Vorfeld mit den Gastgebern abstimmen
  • Nach Möglichkeit Produkte verwenden, die auf dem Hof produziert wurden
  • Kleine Vesper z. B. mit belegten Broten, Gemüsesuppe mit Vollkornbrötchen, Bratwürstchen mit frischem Bauernbrot; gegebenenfalls regionalspezifische Getränke

Kosten

  • Fahrtkosten für die Hin- und Rückfahrt, z. B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Pkws, einem gemieteten Bus; bei Eigenbeteiligung der Teilnehmer sind die Kosten eher gering.
  • Für die Verpflegungskosten im Vorfeld ein Angebot einholen; je nach Umfang der Verpflegung Kostenbeitrag pro Person erheben

Lokale Medienarbeit

Die Ankündigung einer Hof-Besichtigung oder ein Bericht mit Fotos nach der Veranstaltung kann von der Geschäftsleitung zur Veröffentlichung an die Lokalpresse gegeben werden. Allgemein wird der Einsatz von Öko-Lebensmitteln in Großküchen von der Öffentlichkeit sehr positiv wahrgenommen. Eine Veröffentlichung über die Besichtigung eines Bio-Hofes kann sich daher sehr förderlich auf das Image des veranstaltenden Großküchen- Betriebes bzw. auf das Unternehmen auswirken. Vertreter der Lokalpresse können persönlich zur Hof-Besichtigung eingeladen werden.

Kontaktsuche/ Kooperationspartner

  • Eigene Bio-Lieferanten ansprechen
  • Bei der jeweiligen Landesvertretung der Öko-Anbauverbände nachfragen

Projektplanung

  • Vorbereitung: Mit der Planung sollte möglichst sechs Wochen vor dem Termin begonnen werden. Die Vorbereitung umfasst zum einen die Suche nach einem geeigneten Besichtigungsbetrieb und zum anderen die Einladung der Teilnehmer (Kantinengäste/ Küchenmitarbeiter). Hierfür müssen acht bis zehn Stunden eingeplant werden.
  • Personalbedarf: Ein Mitarbeiter der Küche, der die Koordination und Organisation durchführt sowie die Besichtigung begleitet
  • Durchführung: Die Besichtigung kann je nach Größe des Hofes drei bis vier Stunden dauern.
  • Nachbereitung: Erstellung eines Berichtes zur Weitergabe an die örtliche Presse sowie die internen Kommunikationswege wie Hauszeitung, Intranet oder Schwarzes Brett

Rechtliche Aspekte

Bitte klären Sie vorab, ob über die Betriebsküche oder das Unternehmen Versicherungsschutz für die Teilnehmer der Besichtigung besteht.

Die Checkliste

Sechs Wochen vorher

  • Einen geeigneten Bio-Hof aussuchen; bei der Hofauswahl beachten,
    • dass etwas zum "Besichtigen" da ist: Tierbestand vorhanden? Acker- und Gemüseanbau?
    • dass die Teilnehmer auf dem Hof verpflegt werden können.
    • dass der Besichtigungsbetrieb nicht zu weit entfernt ist, um eine lange Anfahrt zu vermeiden.
  • Alternativ-Programm bei Regen überlegen
  • Beim ausgewählten Betrieb anfragen und Gesprächstermin auf dem Hof vereinbaren eventuell Besichtigungs- und Verpflegungskosten erfragen
  • Anfahrtsmöglichkeiten abklären:
    • Stehen betriebseigene Fahrzeuge zur Verfügung?
    • Können öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden?
    • Muss ein Busunternehmen beauftragt werden?
  • Kosten kalkulieren und eventuell auf Teilnehmer umlegen

Drei Wochen vorher

  • Einladung entwerfen
  • Einladungen aushängen in der Kantine, am Schwarzen Brett, Veröffentlichung im Intranet
  • Küchenmitarbeiter zusätzlich persönlich einladen
  • Gegebenenfalls Anfahrtsbeschreibung an Busunternehmen senden
  • Mit dem Bio-Hof die Verpflegungsdetails besprechen

Eine Woche vorher

  • Die Teilnehmerzahl an den Besichtigungsbetrieb weitergeben
  • Nochmals den Ablauf der Besichtigung mit dem Verantwortlichen abgleichen

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