Großverbraucher


Bio-Siegel-Verwendung in der AHV

Mit der Einführung des Bio-Siegels in Deutschland im September 2001 wurden gesetzliche Regelungen erlassen, die unter anderem Vorgaben gegen eine missbräuchliche Verwendung enthalten.

Kann das Bio-Siegel auch in der Außer-Haus Verpflegung eingesetzt werden?

Bio-Siegel
Produkte, die das Bio-Siegel tragen, müssen nach den Vorgaben der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erzeugt, verarbeitet und kontrolliert worden sein.

Ja, mit dem Siegel können die Produkte und Lebensmittel gekennzeichnet werden, die nach den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert sind und deren Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs zu mindestens 95 Prozent aus dem ökologischen Landbau stammen.

Neu ist die Biokennzeichnung von Einzelzutaten in einem Produkt, zum Beispiel die Auslobung von Biokarotten in einer Karottensuppe, die ansonsten aus konventionellen Zutaten besteht. Dies setzt jedoch voraus, dass die ausgelobte Zutat ausschließlich in Bioqualität angeboten wird. Beispielsweise werden nur noch Karotten aus ökologischem Anbau serviert. Darüber hinaus muss die gesamte Speise bzw. Speisenkomponente den Vorgaben der Verordnung entsprechen.

Mit der Nutzung des Bio-Siegels zum Beispiel zur Kennzeichnung von Biomenüs oder einzelner Komponenten auf der Speisekarte erhält der Konsument auf einen Blick die wichtige Grundinformation: Erzeugt, verarbeitet und kontrolliert nach den gesetzlichen Vorgaben für Ökolebensmittel. Das schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den Gästen.

Welche rechtlichen Grundlagen gibt es?

Gast liest Speisekarte
Das Bio-Siegel auf der Speisekarte ist eine Möglichkeit, die Gäste über die ökologische Qualität der Speisen zu informieren, Foto: BLE, Bonn

Grundlage der Nutzung des Bio-Siegels sind die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Alle Agrarerzeugnisse, die mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden, müssen entsprechend dieser Verordnung produziert und kontrolliert sein. 

Zur gesetzlichen Absicherung des Zeichens gibt es das Öko-Kennzeichengesetz und die Öko-Kennzeichenverordnung. Das Gesetz legt unter anderem Straf- und Bußgeldvorschriften für den Missbrauch des Bio-Siegels fest, während die Verordnung die genaue Gestaltung und Verwendung des Siegels regelt und eine Anmeldung der "besiegelten" Produkte vorschreibt.

Was kann mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden?

Das Bio-Siegel kann sowohl zur Kennzeichnung von Produkten, also in der Außer-Haus Verpflegung von Menüs oder Menü-Komponenten, als auch zu Werbezwecken zum Beispiel auf einem Flyer, genutzt werden.

Was muss man tun, um das Bio-Siegel zu nutzen?

Nach Erhalt des Biozertifikates kann das Bio-Siegel genutzt werden. Die Nutzung muss vor der erstmaligen Verwendung bei der Informationsstelle Bio-Siegel angezeigt werden.

Mehr Informationen zur Produktanzeige finden Sie auf der Homepage des Bio-Siegels.

Letzte Aktualisierung: 26.10.2017