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Die Käsetheke

Käse mit Feigen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Gute Qualität und Vielfalt sind die Voraussetzung für eine gute Käsetheke. Foto: Axel Wirz, FiBL Deutschland e.V.

Käse ist eines der wichtigsten Molkereiprodukte. Laut Erhebungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung GmbH (ZMB) verbrauchte im Jahr 2014 jeder Bundesbürger bzw. jede Bundesbürgerin durchschnittlich 24,6 Kilogramm davon. Jeder Zweite verzehrte mehrmals wöchentlich, jeder Fünfte sogar täglich Käse - Tendenz steigend. In der Biobranche jedoch spiegelt sich diese Entwicklung wider: Der Absatz an Biokäse stieg von 2013 auf 2014 um 7,5 Prozent an.

Besondere Käsesorten anbieten

Neben dem Bezug außergewöhnlicher Käsesorten über die klassische Großhandelsschiene lohnt sich ein Blick ins Internet. Viele Produzenten nutzen den Onlineversandhandel, um ihre Produkte zu vermarkten, und kleinere Erzeuger aus der Umgebung bieten Käse im Direktvertrieb an - was zudem regionale Arbeitsplätze sichert.

Verkaufspersonal qualifizieren

Gut geschultes Personal ist der entscheidende Faktor, wenn es um Sortimentsauswahl, Käsethekenaufbau, Kundenansprache und Hygiene geht. Die meisten regionalen Großhändler bieten spezielle Weiterbildungen an, und vor allem in den Ballungsräumen findet man Lieferanten, die ihren Kundinnen und Kunden gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sortiment dem Standort anpassen

Sortimentsbreite und -tiefe müssen standortangepasst sein. Die Balance zwischen Grundsortiment und Spezialitätenangebot zu finden, kann durchaus als Kunst gelten. Die solide Basis im mittleren Preissegment sollte keinesfalls stiefmütterlich behandelt werden. Dafür können beispielsweise in einer freien Minute 100- bis 200-Gramm-Stücke vorgefertigt und verpackt werden, die man im Selbstbedienungskühlregal anbietet.

Kundenbindung durch Profilierung stärken

Pfefferkäse. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Die Balance zwischen Grundsortiment und Spezialitätenangebot zu finden, ist eine Kunst. Foto: Axel Wirz, FiBL Deutschland e. V.

Das Aufbausortiment darf höherpreisig sein und sollte die besonderen Ansprüche der Feinkost befriedigen. Saisonale Abwechslung bringt neue Impulse in eine kleine Käsetheke. Eine Sortimentsvertiefung in Richtung Feinkost bedeutet für kleine Naturkostfachgeschäfte oft eine Überlebenschance, aber auch bei gut eingeführten Läden mit stabiler Umsatzlage kann sie die Kundenbindung vertiefen.

Aufbau der Käsetheke gut durchdenken

80 Prozent der Kaufentscheidungen werden erst vor Ort getroffen. Darum ist eine durchdachte Warenpräsentation für gute Verkaufszahlen unerlässlich. Eine lineare Struktur sorgt für Klarheit und Ordnung und ermöglicht der Kundschaft, ihre Lieblingskäse sofort wiederzufinden. Kreativität im Rahmen des vordefinierten Thekenplans kann den Eindruck von Fülle vermitteln und gleichzeitig den Blick auf bestimmte Angebote lenken. In unmittelbarer Nähe zur Käsetheke platzierte Antipasti und Weine laden zur genussreichen Abendgestaltung ein.

Kundenansprache

Einer kundigen Verkaufskraft ist daran gelegen, den Kundinnen und Kunden unangenehme Wartezeit in angenehme Verweilzeit zu verwandeln. Wenn sie zum Beispiel ein gewünschtes Stück Käse von einem großen Laib abschneidet oder in Wachspapier umpackt (was auch für hohe Käsekompetenz spricht), kann sie jedem der Wartenden - beginnend mit dem Kunden, den sie gerade bedient - ein kleines Stück zum Kosten anbieten. Zahnstocher liegen natürlich vorher bereit. Die Kundinnen und Kunden fühlen sich einbezogen, und vielleicht werden sie auch zum Kauf desselben Käses animiert. So erhält der Einkauf für die Kundinnen und Kunden einen Erlebnischarakter und sie kommen gerne wieder.

Letzte Aktualisierung: 24.06.2013