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Der Karpfen

Karpfenartige Fische lassen sich schon als Fossilienfunde in der Tertiärzeit nachweisen. Ihre ursprüngliche Heimat reichte von Südosteuropa bis nach China. Der Karpfen (Cyprinus carpio) gehört zu der Familie der Cypriniden.

Biokarpfen auf Eis. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Frischer Spiegelkarpfen eignet sich hervorragend für die Zubereitung von "Karpfen blau". Foto: foerderverein-oberlausitz.de

Karpfen bevorzugen stehende oder langsam fließende Gewässer mit Sand- und Schlammgrund und reichem Pflanzenbewuchs. Sie sind widerstandsfähig und stellen keine hohen Ansprüche an die Wasserqualität. Sie vertragen auch geringe Sauerstoffgehalte. Ihre Nahrung besteht aus Würmern, Kleinkrebsen und Insektenlarven, die sie aus dem Boden wühlen. Außerdem ernähren sie sich von Unterwasserpflanzen und Phytoplankton.

Im Winter ziehen sich Karpfen in Gruppen in tieferes Wasser zurück und verfallen in eine Art Winterschlaf. Drei- bis viersömmerige Karpfen erreichen meist 30 bis 40 Zentimeter Körperlänge und wiegen ein bis zwei Kilogramm.

Die Stammform ist der Schuppenkarpfen, aus dem im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Formen herausgezüchtet wurden. Diese unterscheiden sich entweder durch ihre besondere Beschuppung (wie beispielsweise Schuppen-, Spiegel-, Zeil- oder Nacktkarpfen) oder ihre Form (hochrückige Form: Aischgründer; gestreckte, breitrückige Form: Böhmischer, Lausitzer und Fränkischer Karpfen).

Der Karpfen ist aufgrund seiner Eigenschaften, wie der Krankheitsresistenz, der Anspruchslosigkeit, des schnellen Wachstums und des ausgezeichneten Geschmacks zum beliebtesten Teichfisch der Erde geworden.

Karpfen aus ökologischer Aquakultur

Drei Fischer im Wasser mit Karpfen im Netz. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Karpfen werden nach dem Abfischen einige Zeit im Frischwasser gehalten; das verbessert ihren Geschmack. Foto: foerderverein-oberlausitz.de

In Teichen gehaltene Karpfen werden mit Netzen oder Keschern lebend abgefischt. Hierbei wird meistens das Wasser der Karpfenteiche abgelassen. Anschließend werden die Karpfen noch einige Zeit im Klarwasser gehalten, weil sie aufgrund ihrer Ernährungsweise einen nicht immer als angenehm empfundenen Geschmack aufweisen können. Dieser kann durch die Hälterung in Klarwasser (die zeitlich befristete Aufbewahrung von lebenden Fischen ohne Fütterung), aber auch durch eine extensive Fütterung, wie sie in der ökologischen Karpfenerzeugung vorgeschrieben ist, verbessert werden.

Biokarpfen werden ausschließlich frisch entweder als ganze Fische, gespalten oder als Filets angeboten. Vereinzelt wird Karpfen heißgeräuchert (z.B. als Karbonaden oder Filet) verkauft. 

Letzte Aktualisierung: 04.11.2015