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Verkaufsargumente für Biogetränke

Ökologische Frucht- und Gemüsesäfte

Fruchtsäfte unterscheiden sich von Fruchtnektaren dadurch, dass sie zu 100 Prozent aus Saft bestehen. Das gleiche gilt für Gemüsesaft, der ebenfalls nicht verdünnt werden darf, sonst muss er als Gemüsenektar bezeichnet werden. Nach den Richtlinien der deutschen Ökoverbände ist die Herstellung von Fruchtsäften aus Konzentrat verboten, sodass es im Biosortiment hauptsächlich direkt gepresste Säfte aus frischem oder tiefgekühltem Obst beziehungsweise Gemüse gibt.

Für die Herstellung werden ökologisch erzeugte Rohwaren eingesetzt, das bedeutet unter anderem, dass beim Anbau von Obst und Gemüse auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und schnell verfügbare mineralische oder synthetische Düngemittel verzichtet wird. Stattdessen soll die Versorgung so weit wie möglich über den natürlichen Nährstoffkreislauf zwischen Pflanze und Boden sichergestellt werden. Reicht das für den hohen Nährstoffbedarf von Obst und Gemüse nicht aus, dürfen nur organische und mineralische Ergänzungsdüngemittel eingesetzt werden, die die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zulassen.

Ökobier - dem Reinheitsgebot in besonderer Weise verpflichtet

Für deutsches Bier gilt im Grundsatz noch heute das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516, das vorschreibt, dass zum Brauen nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe verwendet werden dürfen. In der modernen Brauereipraxis gibt es jedoch Verfahren, die bei der Herstellung von Ökobier in der Regel nicht eingesetzt werden, gemäß dem Grundsatz, dass Ökoprodukte so naturbelassen wie möglich sein sollen.

Wichtigster Rohstoff für Bier ist Brauwasser. Hier achtet der Ökobrauer - wie jeder andere gute Brauer auch - auf die Wasserqualität, insbesondere auf einen niedrigen Nitratgehalt. Das Braugetreide für Ökobier stammt aus ökologischem Anbau, das heißt es wird ohne mineralische Düngemittel und synthetische Pflanzenschutzmittel erzeugt. Neben den am meisten verwendeten Braugetreiden Gerste und Weizen, gibt es im Biobereich viele Spezialitäten, für die beispielweise Dinkel und Roggen eingesetzt werden. Der Hopfen kommt ebenfalls aus ökologischem Anbau und darf nach den Richtlinien der Ökoverbände nicht geschwefelt werden, ebenso ist der Einsatz von Hopfenextrakt verboten. Gentechnisch veränderte Hefe darf entsprechend den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau ebenfalls nicht verwendet werden.

Biowein in großer Auswahl

Fast alle Rebsorten und Weine aus allen bekannten Anbaugebieten werden heute in Bioqualität angeboten, komplettiert wird das Sortiment mit ökologisch erzeugten Schaumweinen beziehungsweise Sekt. Im Ökorebbau werden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und leichtlösliche Stickstoffdünger eingesetzt und es wird ganzjährig begrünt. Der Weinberg soll weitgehend ein sich selbst regulierendes Ökosystem sein. Die Biowinzer verzichten bewusst auf Maximalerträge und haben das Ziel, hochwertige, sorten- und gebietstypische Qualitäten zu erzeugen.

Bei der Herstellung von Biowein werden nicht alle gesetzlich zulässigen Verfahren sowie Zusatz- und Hilfsstoffe eingesetzt bzw. in reduzierten Mengen eingesetzt. Es wird nach der Maßgabe gearbeitet, ein hochwertiges Produkt unter minimalem Einsatz von Behandlungsmitteln herzustellen. Wie in jeder guten Kellerwirtschaft wird Wert darauf gelegt, gesundes und reifes Lesegut zu ernten und die Trauben nach der Ernte sorgfältig und rasch zu verarbeiten.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2015